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Karosserie vor Lackierung vorbereiten – Schweller, Kotflügel, Bodenblech

Karosserie vor Lackierung vorbereiten: Schweller, Kotflügel, Bodenblech und Karosserieteile mit vorsichtiger Rost- und Lackvorbereitung einordnen.

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Vor der Lackierung muss das Blech zwei Dinge sein: metallisch sauber und maßhaltig. Strahlen mit feiner Kupferschlacke liefert das Erste in einem Durchgang; das Zweite entscheidet die Arbeitsweise. Diese Seite zeigt, welche Karosseriebereiche sich strahlen lassen, mit welcher Körnung, und wo chemisches Entlacken oder Schleifen die bessere Vorbereitung ist.

Karosserieblech vor der Lackierung beim Abstrahlen mit Kupferschlacke-Strahlmittel für saubere Haftung des Neulacks

8 Körnungen · 5 / 10 / 15 / 25 kg · DHL gratis

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Empfohlener Startpunkt: 0,2–0,5 mm. Vergleichen Sie die acht Körnungen – jede in 5, 10, 15 und 25 kg – und wählen Sie die konkrete Fraktion passend zum Bauteil.

5 kg: 12,99 € · 10 kg: 14,99 € · 15 kg: 17,99 € · 25 kg: 21,49 €. Inkl. MwSt. und DHL-Versand innerhalb Deutschlands.

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Empfohlene Körnung

0,2–0,5 mm

Karosserieblech so vorbereiten, dass Grundierung und Lack dauerhaft halten und das Blech gerade bleibt. Standard-Körnung als Startpunkt. Druck, Abstand und Probestelle bleiben entscheidend.

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Kurz erklärt: Anwendung und Körnung

Karosserie vor Lackierung vorbereiten durch Strahlen: Kanten, Falze, Sicken, Schweller, Bodenbleche, Radhäuser und Rostnester werden mit 0,2–0,5 mm gestrahlt; große ebene Flächen von Türen, Hauben und Dächern werden chemisch entlackt oder geschliffen, weil dünnes Blech sich verzieht.

  • Ziel vor Grundierung und Füller: blanker Stahl ohne Rost, Fett und Staub, Reinheitsgrad meist Sa 2½ nach DIN EN ISO 8501-1, ein feines Profil – und Grundierung am selben Tag, weil gestrahlter Stahl in Stunden anläuft.
  • Kupferschlacke 0,2–0,5 mm läuft durch jede Düse ab 2 mm; eine 3-mm-Düse braucht bei 6 bar etwa 0,5 m³ Luft pro Minute (Düsentabelle Schmidt Sandstrahltechnik), in der Kabine reicht ein Sack mit 25 kg für viele Blechteile.

Unser Strahlmittel ist Kupferschlacke (Mohs-Härte 6–7, maximal 1 % freie kristalline Kieselsäure laut Datenblatt) in acht Körnungen, im Sack mit 25 kg sowie in 5, 10 und 15 kg. Für Karosserieblech ist 0,2–0,5 mm die Körnung: fein genug für ein flaches Profil unter Füller und Decklack, grob genug, um Rost und Altlack abzutragen. Schweller, Bodenblech und Verstärkungen vertragen auch 0,2–0,8 mm.

Was gestrahlt wird – und was nicht

Strahlen: Schweller innen und außen an Kanten, Bodenbleche mit Sicken, Radhäuser, Falze an Kotflügeln und Türen, Durchrostungen und Rostnester, Schweißnähte, Reparaturbleche vor dem Einschweißen, Verstärkungen und Innenbleche. Nicht oder nur mit größter Vorsicht strahlen: große ebene Felder von Türen, Hauben, Dächern, Heckklappen und Seitenwänden unter 1 mm Blechstärke. Dort chemisch entlacken oder mit dem Exzenterschleifer bis auf den Füller gehen und nur die Rostnester punktuell strahlen. Gar nicht: Aluminiumhauben, Chrom, Zierleisten, Glas, Dichtungen.

Blech, Schweller und Bodenblech

Schweller und Bodenbleche sind meist 0,8–1,0 mm stark und durch Sicken versteift – sie vertragen Strahlen gut, wenn Abstand und Winkel stimmen. Die Außenhaut von Türen und Kotflügeln ist oft dünner und eben: Jedes Korn streckt die Oberfläche minimal, und auf einem großen Feld summiert sich das zu einer Beule, die sich nicht zurückbiegen lässt. Deshalb am Außenblech feine Körnung, Anstellwinkel um 45 Grad, mehr Abstand, niedrigster Druck, bei dem die Schicht abgeht, und ständige Bewegung. Vorher an einem Reparaturblech derselben Stärke testen.

Körnung und Gerät für Karosseriearbeit

0,2–0,5 mm ist die Standardkörnung am Blech; 0,1–0,4 mm für sehr dünne oder sichtbare Bereiche; 0,2–0,8 mm für Schweller, Bodenblech, Innenbleche und Verstärkungen. Die Düse muss mindestens viermal so groß sein wie das größte Korn (Faustregel aus Herstellerunterlagen): 0,2–0,5 mm läuft durch 2 mm, 0,2–0,8 mm braucht etwa 3,5 mm. Eine 3-mm-Düse verbraucht bei 6 bar etwa 0,5 m³ Luft pro Minute, eine 4,5-mm-Düse 1,1 m³ (Düsentabelle Schmidt Sandstrahltechnik, Hintergrundwissen 2026) – Karosseriearbeit ist damit auch mit Werkstattkompressor und Kabine oder Saugstrahlpistole machbar.

Lackaufbau vorbereiten: Reinheit und Profil

Grundierungshersteller nennen im technischen Merkblatt den geforderten Reinheitsgrad nach DIN EN ISO 8501-1 – für Fahrzeugblech meist Sa 2½: sehr gründlich gestrahlt, nur noch leichte Schattierungen. Das Profil aus 0,2–0,5 mm ist fein und wird von Epoxidgrundierung und Füller vollständig abgedeckt; Riefen, die im Decklack sichtbar würden, entstehen nicht. Nach dem Strahlen ausblasen, mit Silikonentferner abwischen, nicht mehr mit bloßen Händen anfassen und am selben Tag grundieren. Spachtel kommt auf die Grundierung oder auf blankes, gestrahltes Blech – je nach System; das Merkblatt entscheidet.

Kanten, Falze und Spachtel: die kritischen Stellen

Rost beginnt an Falzen, Nahtstellen und unter alter Spachtelmasse. Alte Spachtel vollständig abstrahlen – darunter liegt fast immer Rost oder ein Hohlraum. Falze von beiden Seiten strahlen, soweit erreichbar, danach mit Druckluft ausblasen und mit Nahtabdichtung schließen. An Kanten Abstand halten: Dort trägt das Korn schneller ab und rundet das Blech. Reparaturbleche vor dem Einschweißen strahlen, die Schweißzone mit Schweißprimer schützen und nach dem Schweißen die Naht noch einmal kurz strahlen, bevor Grundierung und Nahtabdichtung kommen.

Verbrauch und Staub in der Kabine

In einer geschlossenen Kabine mit Rückführung läuft das Korn mehrfach um; ein Sack mit 25 kg reicht dann für viele Blechteile. Beim Freistrahlen von Bodengruppen gelten die Herstellertabellen für Schlacke auf Stahl: 40–58 kg je m². Alte Fahrzeuglacke können Blei und Chromate enthalten; die DGUV Regel 100-500 (Kapitel 2.24) schreibt für Strahlarbeiten Atemschutzgeräte vor und begrenzt die freie kristalline Kieselsäure im Strahlmittel auf 2 Gewichtsprozent – Kupferschlacke liegt laut Datenblatt bei maximal 1 %. Gebrauchtes Strahlmittel ist Abfall; die Einstufung hängt von den abgestrahlten Schichten ab.

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Normen & Quellen

Kupferschlacke (Kupferhüttenschlacke) gehört zur Materialgruppe „Copper Refinery Slag“, die in der Norm DIN EN ISO 11126-3 (dinmedia.de) beschrieben ist. Arbeiten mit Strahlmitteln und Staubschutz regelt die TRGS 559 (baua.de). Die Grenze von 2 Gewichtsprozent freier kristalliner Kieselsäure für Strahlmittel und die Pflicht zum Atemschutz bei Strahlarbeiten stehen in der DGUV Regel 100-500, Kapitel 2.24; unser Material liegt laut Datenblatt bei maximal 1 %. Die Reinheitsgrade Sa 1 bis Sa 3 definiert DIN EN ISO 8501-1. Düsen-, Luft- und Verbrauchswerte sind Durchschnittswerte aus Herstellerunterlagen (Schmidt Sandstrahltechnik, Hintergrundwissen 2026) und ersetzen keine Probefläche am eigenen Bauteil.

FAQ

Welche Körnung ist für Karosserie und Lackiervorbereitung sinnvoll?

0,2–0,5 mm für Außenblech, Kanten und Falze; 0,1–0,4 mm für sehr dünne oder sichtbare Stellen; 0,2–0,8 mm für Schweller, Bodenblech und Verstärkungen. Immer mit Probefläche an einem Reparaturblech.

Verzieht sich das Blech?

Große ebene Felder unter 1 mm können sich verziehen. Dagegen helfen feine Körnung, flacher Winkel, Abstand, niedriger Druck und Bewegung – und die Regel, ebene Außenfelder chemisch zu entlacken und nur Kanten, Falze und Rostnester zu strahlen.

Worin unterscheidet sich das von Lack entfernen?

Lack entfernen ist das Abtragen der Schichten; Karosserie vor Lackierung vorbereiten umfasst zusätzlich Maßhaltigkeit, Reinheitsgrad, Profil, Nahtabdichtung und die Übergabe an Grundierung und Füller am selben Tag.

Reicht ein Werkstattkompressor?

Für 0,2–0,5 mm mit 2- bis 3-mm-Düse meist ja: Eine 3-mm-Düse braucht bei 6 bar etwa 0,5 m³ Luft pro Minute (Düsentabelle Schmidt Sandstrahltechnik). Maßgeblich ist die effektive Liefermenge; reicht sie nicht, in Intervallen arbeiten oder kleinere Düse.

Wie schnell muss nach dem Strahlen grundiert werden?

Am selben Tag. Gestrahlter Stahl läuft bei feuchter Luft innerhalb weniger Stunden an; angelaufene Stellen vor dem Grundieren kurz nachstrahlen. Bis dahin das Blech nicht mit bloßen Händen anfassen.

Empfohlene Körnung

0,2–0,5 mm ist der empfohlene Startpunkt. Probestelle, Druck und Abstand immer am realen Bauteil abstimmen.

Strahlmittel vergleichen

Wenn die Körnung noch unklar ist, hilft der direkte Vergleich nach Rostgrad, Blechdicke und Lackaufbau.

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Kupferschlacke gibt es in acht Körnungen und vier Packungsgrößen – 5 kg 12,99 € · 10 kg 14,99 € · 15 kg 17,99 € · 25 kg 21,49 €, inkl. MwSt. und DHL-Versand innerhalb Deutschlands. Die zweite und dritte Packung kosten 30 % weniger, wenn sie zusammen in ein Paket bis 25 kg passen.

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Eine feinere Fraktion kann an geeigneten Stahlblechen kontrollierter arbeiten; eine mittlere Körnung gehört eher an robuste Teile. Vergleichen Sie das Profil mit den Anforderungen des vorgesehenen Beschichtungssystems.

Unser Tipp aus der Praxis: Vergleichen Sie geeignete Körnungen zunächst getrennt an vergleichbaren Probestücken. Beurteilen Sie Abtrag und Oberfläche. Danach bestellen Sie die passende Körnung in der benötigten Menge.

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