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Stand: 11. Juni 2026

Strahlmittel FAQ: Körnung, Anwendung und Lieferung

Diese Seite sammelt die ausführlicheren Fragen, die auf der Startseite zu viel Raum einnehmen würden: Körnung, Kompressor, Druck, Arbeitsschutz, Lieferung und Entsorgung.

Ausführliche Fragen statt überladener Startseite

Die wichtigsten Kauf- und Sicherheitsfragen bleiben kurz auf der Startseite. Details zu Verbrauch, Düse, Druck, Strahlabstand, Kompressor, Lieferung und Rückständen stehen hier gesammelt, damit die Startseite schneller lesbar bleibt.

Weitere Fragen zu Strahlmittel

01. Liefern Sie auch nach Österreich oder in die Schweiz?

Aktuell liefern wir ausschließlich innerhalb Deutschlands. Eine Erweiterung auf weitere Länder ist in Planung.

02. Wie bestelle ich Strahlmittel — Schritt für Schritt?

Ganz einfach: Körnung im Produktkonfigurator wählen, Menge eingeben, Name und E-Mail-Adresse eintragen und auf 'Bestellung senden' klicken. Sie erhalten eine Bestätigung innerhalb von 24 Stunden mit einer Rechnung und allen Zahlungsinformationen. Nach Zahlungseingang liefern wir per DHL in 2–5 Werktagen.

03. Wie lange hält ein 25 kg Sack Strahlmittel?

Das hängt stark vom Projekt ab. Ein typischer Hobbyist mit Druckbehälterstrahler (ca. 600 l/min, 6 bar) verbraucht für eine Motorradkarosserie rund 5–10 kg. Ein Fahrradrahmen benötigt ca. 2–4 kg. Für ein ganzes Auto (Karosserie und Rahmen) werden rund 15–25 Säcke à 25 kg benötigt — also 375–625 kg.

04. Wie lagere ich Strahlmittel richtig?

Kupfersilikatschlacke muss trocken gelagert werden. Feuchtigkeit lässt das Granulat verklumpen und verstopft die Strahldüse. Originalverpackung dicht verschlossen und trocken lagern; direkten Kontakt mit feuchtem Boden vermeiden. Bei trockener Lagerung unbegrenzt haltbar.

05. Welche Körnung für Fahrradrahmen?

Für Fahrradrahmen empfehlen wir 0,2–0,5 mm oder 0,2–0,8 mm. Der Rahmen besteht oft aus dünnwandigem Stahl (1–2 mm Wandstärke). Grobe Körnungen erzeugen zu viel Abtrag und können dünne Rohre beschädigen oder Verzug verursachen. Druck: 3–4 bar, Düsenabstand 20–30 cm.

06. Kann ich Strahlmittel für Felgen verwenden?

Für Stahlfelgen: ja, Körnung 0,2–0,8 mm ist ideal. Für Alufelgen: nein. Kupfersilikatschlacke enthält Eisenoxid und hinterlässt auf Aluminium und Edelstahl nicht entfernbare Rostflecken. Für Alufelgen sollte ein geeignetes eisenfreies Strahlmittel separat geprüft werden.

07. Was ist der Unterschied zwischen Sandstrahlen und Druckluftstrahlen?

'Sandstrahlen' ist der umgangssprachliche Begriff — 'Druckluftstrahlen' die korrekte Bezeichnung. Nach öffentlich zugänglichen Arbeitsschutzinformationen (TRGS 559, §16 GefStoffV) ist quarzhaltiges Strahlgut beim offenen Druckluftstrahlen stark eingeschränkt. Das technische Datenblatt nennt für Kupfersilikatschlacke DIN EN ISO 11126-3; das Verfahren bleibt Druckluftstrahlen mit Staubschutzpflicht und Einzelfallprüfung.

08. Was mache ich mit dem verbrauchten Strahlmittel?

Die Entsorgung gebrauchten Strahlmittels hängt vom gestrahlten Untergrund, möglichen Beschichtungen, Verunreinigungen (z. B. Lack, Rost, Altbeschichtungen) und den örtlichen Vorgaben ab. Bitte prüfen Sie den konkreten Fall mit der zuständigen lokalen Stelle, einem Entsorgungsfachbetrieb oder anhand offizieller Informationen. Diese Seite gibt keine Entsorgungsfreigabe und ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.

09. Brauche ich einen Gewerbeschein um Strahlmittel zu kaufen?

Nein. Strahlmittel kann jede Privatperson ohne Gewerbeanmeldung kaufen. Für den Eigengebrauch (Hobbyisten, Oldtimerrestaurierung, Heimwerker) ist kein Nachweis erforderlich. Gewerbliche Abnehmer können auf Wunsch eine Rechnung mit Umsatzsteuerausweis erhalten — bitte bei der Bestellung angeben.

10. Wie lange dauert die Lieferung nach Zahlungseingang?

Nach Zahlungseingang beträgt die Lieferzeit in der Regel 2–5 Werktage. Wir versenden werktags so schnell wie möglich per DHL. Bei Banküberweisung beginnt die Lieferfrist nach Zahlungseingang.

11. Kann ich Strahlmittel auch für Holz verwenden?

Ja, aber nur bedingt. Für Holz empfehlen wir ausschließlich die feinste Körnung 0,1–0,4 mm bei niedrigem Druck (1,5–3 bar). Damit lassen sich alte Lacke und Vergrauungen entfernen, ohne die Holzfasern zu beschädigen. Grobe Körnungen reißen das Holz auf und zerstören die Oberfläche. Nach dem Strahlen muss das Holz sofort geschliffen und versiegelt werden.

12. Was bedeutet 'silikosefrei' und warum ist das wichtig?

Das technische Datenblatt bezeichnet das Produkt als silikosefrei und nennt DIN EN ISO 11126-3. Quarzhaltiges Strahlgut ist beim offenen Druckluftstrahlen arbeitsschutzrechtlich kritisch; beim Strahlen entsteht immer Feinstaub. Atemschutz, Staubkontrolle und Einzelfallprüfung bleiben erforderlich.

13. Wie ist der Preis pro 25-kg-Sack?

Der Preis wird auf der Seite pro 25-kg-Sack genannt. Bestellt wird über die angebotenen Säcke; der Versand erfolgt per DHL innerhalb Deutschlands.

14. Was ist der Unterschied zwischen Strahlsand, Strahlgut, Strahlschlacke und Strahlmittel?

Diese Begriffe werden im Alltag oft synonym verwendet. 'Strahlmittel' ist der Oberbegriff – er umfasst alle Materialien, die beim Sandstrahlen eingesetzt werden. 'Strahlgut' und 'Strahlsand' sind umgangssprachliche Bezeichnungen. 'Strahlschlacke' bezeichnet speziell Strahlmittel aus industriellen Schlacken – wie Kupfersilikatschlacke. Der Begriff 'Sandstrahlen' stammt aus einer Zeit, als echter Sand eingesetzt wurde – heute ist quarzhaltiges Strahlgut beim offenen Druckluftstrahlen nach öffentlich zugänglichen Arbeitsschutzinformationen stark eingeschränkt; Kupferschlacke nach DIN EN ISO 11126-3 zählt zu den anerkannten silikosefreien Materialien.

15. Wie hoch ist der Verbrauch pro Quadratmeter Stahl?

Richtwerte aus der Praxis: für Sa 2,5 (sehr gründlich gestrahlt) auf normalem Walzstahl rund 15–25 kg pro m². Bei stark verrostetem oder verzunderten Stahl steigt der Verbrauch auf 25–40 kg pro m². Der tatsächliche Verbrauch hängt von Druck, Düse, Strahlmittelaustritt, Strahlabstand und Beschaffenheit der Oberfläche ab und kann im Einzelfall deutlich abweichen.

16. Wie hoch ist der Verbrauch pro Quadratmeter Beton?

Richtwerte: für leichtes Anrauen (CSP 2 nach ICRI) etwa 20–35 kg pro m², für stärkere Strukturierung (CSP 3) 35–55 kg pro m². Beton ist deutlich saugfähiger als Stahl, der Verbrauch hängt stark von Festigkeitsklasse, Karbonatisierung und Anteil von Beschichtungen oder Putz ab.

17. Wie lange darf gestrahlter Stahl ohne Grundierung bleiben?

Richtwerte aus der Praxis: bei rund 50 % Luftfeuchte und 20 °C kann frisch gestrahlter Stahl nach etwa 2–4 Stunden beginnen zu reoxidieren (Flugrost), bei höherer Luftfeuchte oder im Außenbereich teils deutlich früher. Empfohlen wird daher, die Grundierung möglichst noch am selben Tag, idealerweise innerhalb von 1–2 Stunden, aufzubringen. Tatsächliche Werte hängen von Klima, Untergrund und Beschichtungssystem ab.

18. Welches Profil (Rz) erreicht Kupferschlacke für 2K-EP-Lackierung?

In der Praxis wird mit Körnung 0,2–0,8 mm häufig ein Rauheitsprofil im Bereich Rz 40–60 µm erreicht — ein Bereich, der für viele 2K-Epoxid-Grundierungen als geeignet gilt. Gröbere Körnungen (0,5–1,4 mm) liefern erfahrungsgemäß Rz 60–90 µm und werden oft für dickschichtige Industriebeschichtungen eingesetzt. Alle Werte sind Richtwerte.

19. Welcher CSP-Wert nach ICRI ist mit Kupferschlacke auf Beton möglich?

Erfahrungsgemäß lässt sich mit feiner Körnung (0,1–0,4 mm) bei niedrigem Druck ein Profil im Bereich CSP 2 (leicht angeraut) anstreben. Standard-Körnungen 0,5–1,4 mm und 0,5–2,0 mm liegen in der Praxis häufig bei CSP 3–4 und werden oft für 2K-Epoxid- und PU-Bodensysteme verwendet. Die tatsächlich erreichte Stufe ist vor Beschichtungsauftrag mit ICRI-Vergleichsmustern zu prüfen.

20. Kann ich Edelstahl mit Kupferschlacke strahlen?

Nein. Kupfersilikatschlacke enthält Eisenoxidanteile, die auf Edelstahl Eisenkontaminationen hinterlassen und dort später zu Flugrost führen können. Für Edelstahl sollte ein geeignetes nichteisenhaltiges Strahlmittel separat geprüft werden.

21. Welche Körnung eignet sich für Naturstein?

Für Naturstein wie Sandstein, Granit oder Marmor empfehlen sich erfahrungsgemäß nur die feinsten Körnungen 0,1–0,4 mm oder 0,2–0,5 mm bei niedrigem Druck (Richtwert 2–3 bar). Gröbere Körnungen können Steinoberflächen ausbrechen oder beschädigen. Eignung für den konkreten Stein im Einzelfall mit einem Probefeld prüfen.

22. Welcher Düsenabstand zum Werkstück ist richtig?

Bewährter Richtwert: 15–30 cm Abstand der Strahldüse zur Oberfläche. Bei dünnem Karosserieblech eher 25–30 cm und niedrigerer Druck. Bei Beton und schwerem Stahl werden in der Praxis oft 15–20 cm bei höherem Druck eingesetzt. Strahlwinkel typisch 45–80°, frontale 90°-Anwendung auf dünne Bleche wird in der Regel vermieden.

23. Welches Düsenmaterial sollte ich wählen?

Für Hobbyeinsatz reichen häufig Keramikdüsen mit einer typischen Standzeit von etwa 8–20 Stunden mit Schlacke. Für regelmäßigen Einsatz werden oft Wolframkarbid (ca. 50–150 Stunden) oder Borkarbid (ca. 300–700 Stunden) verwendet. Borkarbid kann bei harten Strahlschlacken wirtschaftlich vorteilhaft sein. Tatsächliche Standzeiten hängen von Düsendurchmesser, Druck und Mediendurchsatz ab.

24. Wie verhindere ich Verzug auf dünnem Karosserieblech?

Drei häufig genannte Hebel: feine Körnung wählen (0,2–0,5 mm oder 0,2–0,8 mm), Druck reduzieren (Richtwert 2–4 bar) und Düsenabstand vergrößern (Richtwert 25–30 cm). Zusätzlich nicht punktuell verharren, sondern in gleichmäßigen Bahnen über das Blech führen, bei großen Flächen abschnittsweise arbeiten und das Blech zwischendurch abkühlen lassen.

25. Wie viel Sack benötige ich für ein komplettes Auto?

Richtwert für eine PKW-Komplettrestaurierung (Karosserie außen, Türen, Hauben, Bodengruppe, Radläufe): rund 15–25 Säcke à 25 kg, also 375–625 kg. Oldtimer mit starkem Rost können deutlich mehr verbrauchen. Für reine Karosserie-Außenhaut ohne Bodengruppe genügen oft 8–12 Säcke. Wir empfehlen, mit etwas Reserve zu bestellen.

26. Was ist die Maximalbestellmenge im Online-Shop?

Bestellt wird in 25-kg-Säcken. Der Versand erfolgt per DHL innerhalb Deutschlands; weitere Logistikarten werden auf der Website nicht angeboten.

27. Wie wird der 25-kg-Sack geliefert?

Versand erfolgt per DHL als Standardpaket. Jeder Sack ist als Einzelpaket adressiert. Ab 5 Säcken empfehlen wir Annahme an einem Ort mit Sackkarre oder Hubwagen. Die übliche Lieferzeit innerhalb Deutschlands beträgt 2–5 Werktage nach Zahlungseingang; in Einzelfällen kann die Lieferung länger dauern.

28. Sind die Preise inklusive Mehrwertsteuer?

Ja. Alle Preise auf kupferstrahl.de enthalten die in Deutschland gültige Mehrwertsteuer von 19 %. Auf der Rechnung ist die MwSt separat ausgewiesen, sodass gewerbliche Kunden sie als Vorsteuer geltend machen können. Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei.

29. Wie viel Strahlrückstand fällt nach der Arbeit an?

Eingesetztes Strahlmittel zerfällt teilweise zu Feinstaub. Praxiswert: Volumen der Rückstände entspricht etwa 100–110 % des eingesetzten Materials, bei stark belasteten Oberflächen mit abgetragenem Lack oder Rost auch mehr. Sammlung in einem dichten Behälter empfohlen. Die Entsorgung hängt vom gestrahlten Untergrund, möglichen Verunreinigungen (Lack, Rost, Altbeschichtungen) und den örtlichen Vorgaben ab — bitte prüfen Sie den konkreten Fall mit der zuständigen lokalen Stelle oder einem Entsorgungsfachbetrieb.

30. Funktioniert ein Magnet zum Aufsammeln von Strahlrückständen?

Nur bedingt. Kupfersilikatschlacke ist überwiegend nicht magnetisch — der Eisenanteil liegt im Silikat gebunden vor. Ein starker Neodym-Magnet zieht jedoch die abgestrahlten Eisen- und Stahlpartikel aus den Rückständen. Für die Trennung von Strahlmittel und Metallabrieb ist das praktisch; das Restmaterial bleibt unmagnetisches Granulat.

31. Welche TRGS und DGUV-Regeln sind für Strahlarbeiten relevant?

Für gewerbliche Strahlarbeiten in Deutschland sind insbesondere TRGS 559 (Mineralischer Staub), DGUV-Regel 100-500 (Betreiben von Arbeitsmitteln, Kapitel 2.24 Strahlarbeiten) sowie GefStoffV einschlägig. Sie regeln Strahlmittelauswahl, Schutzausrüstung, Frischluftversorgung im Strahlhelm und Staubabsaugung. Die Texte sind über die BAuA und DGUV öffentlich einsehbar.

32. Wie unterscheidet sich Kupferschlacke von anderen mineralischen Strahlmitteln?

Kupfersilikatschlacke (Eisensilikat) ist ein scharfkantiges mineralisches Einwegstrahlmittel. Andere Strahlmittelklassen können sich bei Kreislauf, Kornform, Oberflächenprofil und Maschinenkonzept deutlich unterscheiden. Welches Material passt, hängt vom Untergrund, Zielprofil, Verfahren und Arbeitsschutz ab.