Zahnraeder strahlen mit Kupferschlacke — Stirnraeder, Kegelraeder, Schneckenraeder und Zahnstangen aus Stahl und Guss professionell von Rost, Zunder und alten Beschichtungen befreien. Kupfersilikatschlacke nach DIN EN ISO 11126-3 reinigt präzise Verzahnungen gruendlich ohne die Flankengeometrie zu beeintraechtigen. Strahlofix Strahlmittel in 8 Körnungen Festpreis je 25-kg-Sack mit kostenlosem DHL-Versand deutschlandweit.
Zahnraeder strahlen mit Kupferschlacke — Getriebeteile entrosten und aufbereiten
TL;DR
Zahnraeder strahlen mit Kupferschlacke — Stirnraeder, Kegelraeder, Schneckenraeder und Zahnstangen aus Stahl und Guss professionell von Rost, Zunder und alten Beschichtungen befreien. Kupfersilikatschlacke nach DIN EN ISO 11126-3 reinigt präzise Verzahnungen gruendlich ohne die Flankengeometrie zu beeintraechtigen.
Warum Zahnraeder gestrahlt werden
Bei der Getriebe-Revision müssen die Zahnraeder vollstaendig von Getriebeoel-Rueckstaenden, Korrosionsprodukten und Verschleisspartikeln gereinigt werden. Nur auf einer blanken, sauberen Oberfläche lassen sich Rissprufungen (Farbeindring- oder Magnetpulververfahren) zuverlaessig durchfuehren. Ausserdem erhalten Zahnraeder nach der Instandsetzung haeufig eine neue Oberflächenbehandlung — sei es Phosphatierung, Bruentierung oder ein spezieller Korrosionsschutzanstrich.
Kupferschlacke mit Mohshaerte 6–7 liegt deutlich unter der Härte gehaerteter Zahnflanken (58–63 HRC) und traegt daher primaer Rost und weiche Ablagerungen ab, nicht den Grundwerkstoff. Das scharfkantige Korn der Kupfersilikatschlacke erzeugt ein feines, gleichmaessiges Rauheitsprofil, das die Haftung nachfolgender Beschichtungen oder Schmierstoffe verbessert. Im Zahnfuss, wo die hoechsten Biegespannungen auftreten, sorgt das Strahlen zusaetzlich für eine guenstige Druckeigenspannung in der Randschicht.
Typische Problemzonen an Zahnraedern
Zahnflanken — Evolventenprofil und Flankenspiel
Die Zahnflanken uebertragen die gesamte Last. Pittings (Gruebenbildung), Mikropittings und Verschleissrillen sind typische Schadenbilder. Vor der Beurteilung muss die Flanke blankgestrahlt werden. Die Fraktion 0,2–0,5 mm bei 3–4 bar eignet sich für praezisionsgeschliffene Evolventenverzahnungen.
Zahnfuss und Zahnfussrundung
Der Zahnfuss ist die mechanisch hoechstbeanspruchte Zone. Ermuedungsrisse starten hier. Das Strahlen des Zahnfusses mit der Fraktion 0,2–0,8 mm bei 4–5 bar entfernt Korrosion und erzeugt gleichzeitig Druckeigenspannungen, die die Zahnfussfestigkeit erhoehen — ein im Getriebebau bekannter Effekt des Kugelstrahlens, der auch mit Kupferschlacke in abgeschwachter Form eintritt.
Bohrung und Wellenpassung
Die Nabenbohrung mit Passfeder oder Keilwellenprofil korrodiert bei länger gelagerten Ersatzraedern oder bei demontiertem Getriebe. Die Fraktion 0,1–0,4 mm bei 2–3 bar reinigt die bearbeitete Bohrung, ohne die Passtoleranz zu ueberschreiten.
Stirnflaechen und Nabenbereich
Die unbearbeiteten Stirnflaechen zeigen bei Gussraedern Gusshaut und bei Schmiedeundraedern Walzzunder. Die Fraktion 0,2–1,4 mm bei 5–6 bar entfernt Gusshaut und Zunder effizient.
Fraktionsempfehlung für Zahnrad-Bereiche
| Bereich | Werkstoff / Zustand | Fraktion | Druck |
|---|---|---|---|
| Zahnflanken (geschliffen) | Einsatzstahl gehaertet | 0,2–0,5 mm | 3–4 bar |
| Zahnfuss | Verguetungsstahl | 0,2–0,8 mm | 4–5 bar |
| Nabenbohrung | Stahl, bearbeitet | 0,1–0,4 mm | 2–3 bar |
| Stirnflaechen (Guss) | Gusseisen | 0,2–1,4 mm | 5–6 bar |
| Grosse Getrieberaeder | Verguetungsstahl, massiv | 0,5–1,4 mm | 6–7 bar |
Richtwerte ohne Gewähr — tatsaechliche Parameter abhaengig von Geraet, Duesengroesse und Zahnradgeometrie.
Schritt für Schritt: Zahnraeder mit Kupferschlacke strahlen
Demontage und Entfettung
Zahnrad aus dem Getriebe ausbauen. Getriebeoel-Rueckstaende gruendlich mit Loesemittel oder alkalischem Reiniger entfernen. Ohne vollstaendige Entfettung verklebt das Strahlmittel mit dem Oelfilm und die Reinigungswirkung leidet erheblich. Passfeder und Sicherungsringnuten markieren.
Aufspannen und Positionieren
Das Zahnrad auf einer Drehvorrichtung montieren oder an einer stabilen Aufhaengung fixieren. Die Möglichkeit zur kontinuierlichen Drehung waehrend des Strahlens verbessert die Gleichmaessigkeit erheblich. Bei schweren Raedern (über 50 kg) einen motorisierten Drehtisch verwenden.
Systematisches Strahlen der Verzahnung
Die Duese im Winkel von etwa 30–45 Grad zur Flankenoberflaeche fuehren. Jeden Zahn von beiden Flanken und vom Zahnfuss her bearbeiten. Bei Schraegverzahnungen den Strahlwinkel an den Schraegungswinkel anpassen. Das Kettenrad dabei langsam und gleichmaessig drehen. Strahlofix Kupferschlacke in der gewaehlten Fraktion erzeugt ein gleichmaessiges Strahlbild.
Bohrung und Passflaechen
Die Nabenbohrung mit einer Innenduese bearbeiten. Keilwellenprofile erfordern wechselnde Strahlwinkel, um alle Flanken zu erreichen. Passfedernuten von der Stirnseite her strahlen.
Pruefung und Nachbehandlung
Alle Zahnflanken auf Pittings, Risse und Verschleissmarken kontrollieren. Bei Bedarf Rissprufung mit Farbeindringverfahren durchfuehren. Flankenlinie und Zahndicke messen. Sofort konservieren — blanker Stahl rostet bei normaler Luftfeuchtigkeit innerhalb weniger Stunden.
Besonderheiten verschiedener Zahnradtypen
Stirnraeder mit Geradverzahnung
Die einfachste Zahnradform. Alle Zahnflanken liegen parallel zur Achse und sind gut zugaenglich. Strahlen von beiden Stirnseiten aus ergibt eine gleichmaessige Behandlung aller Zahnluecken.
Schraegverzahnte Stirnraeder
Der Schraegungswinkel erschwert den gleichmaessigen Zugang zu den Zahnluecken von einer Seite. Von beiden Stirnseiten strahlen und den Strahlwinkel an die Schraegung anpassen. Kupfersilikatschlacke gleitet durch die schraegen Zahnluecken und erreicht auch den Zahnfuss zuverlaessig.
Kegelraeder und Kronenraeder
Die konische Verzahnung erfordert eine radiale Strahlfuehrung. Die Duese von der Stirnseite des Kegels auf die Verzahnung richten und das Rad dabei drehen. Der wechselnde Zahnlueckenquerschnitt von innen nach aussen erfordert Aufmerksamkeit bei der gleichmaessigen Bearbeitung.
Schnecken und Schneckenraeder
Die globoide Verzahnung des Schneckenrades und die Wendelflanken der Schnecke haben besonders komplexe Geometrien. Feine Fraktionen bei moderatem Druck einsetzen. Die Schneckenflanken sind haeufig aus Bronze — die feinste Fraktion bei maximal 2 bar verwenden, um das weichere Material nicht zu beschaedigen.
Zahnstangen
Zahnstangen werden laengs in mehreren Durchgaengen gestrahlt. Die gerade Zahnform vereinfacht die Bearbeitung gegenüber Rundverzahnungen. Die offene Bauform macht alle Zahnluecken leicht zugaenglich.
Arbeitsschutz beim Zahnrad-Strahlen
Zahnraeder aus Getrieben können Oelrueckstaende enthalten. Bei aelteren Getrieben ist gelegentlich PCB-haltiges Oel im Spiel — hier besondere Entsorgungsvorschriften beachten. Standardausruestung:
- Frischluft-Strahlhelm oder P3-Atemschutzmaske
- Ganzkoerper-Schutzanzug gegen Rueckprall
- Kapselgehoerschuetzer
- Strahlhandschuhe mit verstaerkten Fingerkuppen
Kupferschlacke enthaelt weniger als 1 % freies kristallines Siliziumdioxid und faellt nicht unter das Freistrahlverbot der TRGS 559.
Technische Daten der Kupferschlacke
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Mohshaerte | 6–7 |
| Schuettdichte | 1,6 Mg/m³ |
| Spezifisches Gewicht | 2,9 g/cm³ |
| Schmelzpunkt | 1460 °C |
| Kornform | scharfkantig |
| Norm | DIN EN ISO 11126-3 |
| Freier Quarzgehalt | unter 1 % |
Alle 8 Fraktionen für die Zahnrad-Instandsetzung
| Fraktion | Einsatzbereich am Zahnrad |
|---|---|
| 0,1–0,4 mm | Nabenbohrung, Keilwellenprofile, Bronze-Schneckenraeder |
| 0,2–0,5 mm | Geschliffene Zahnflanken hochwertiger Getriebe |
| 0,2–0,8 mm | Zahnfuss und Standard-Verzahnungen |
| 0,2–1,0 mm | Allround für mittelgrosse Getriebezahnraeder |
| 0,2–1,4 mm | Stirnflaechen und Naben mit Gusshaut |
| 0,5–1,4 mm | Grossgetriebe-Zahnraeder mit starker Korrosion |
| 0,5–2,0 mm | Schwere Zunderschichten auf Schmiedezahnraedern |
| 1,4–2,8 mm | Extremer Abtrag bei Walzzunder auf Rohlingen |
FAKTENCHECK
Mythos: Strahlen veraendert die Massgenauigkeit von Zahnraedern.
Realitaet: Kupferschlacke traegt nur Rost und Verunreinigungen ab, nicht den Grundwerkstoff. Die Zahngeometrie bleibt bei korrekter Strahltechnik erhalten.
Haeufig gestellte Fragen
Nein. Gehaertete Zahnflanken haben eine Härte von 58–63 HRC, waehrend Kupferschlacke nur Mohshaerte 6–7 aufweist. Das Strahlmittel entfernt weiche Ablagerungen und Rost, ohne die Härteschicht anzugreifen. Bei geschliffenen Präzisionsverzahnungen dennoch die feinste Fraktion bei reduziertem Druck verwenden. Richtwerte ohne Gewähr.
Ja. Die gestrahlte Oberfläche ist für Messzwecke sogar besser geeignet als eine korrodierte. Zahndicken-, Flankenlinienlehren und Evolventenpruefer liefern auf blanken Flaechen zuverlaessigere Ergebnisse als auf rostbedeckten Zaehnen.
Bronze ist weicher als Stahl — ausschliesslich die feinste Fraktion 0,1–0,4 mm bei maximal 2 bar verwenden. Den Strahlabstand vergroessern (20–25 cm) und die Verweilzeit pro Flaeche reduzieren. Kupferschlacke ist für Bronze geeignet, da keine chemische Reaktion stattfindet.
Durch das Strahlen werden Druckeigenspannungen in die Oberflächenschicht eingebracht, die Ermuedungsrisse im Zahnfuss verzoegern können. Dieser Effekt ist aus dem industriellen Kugelstrahlen bekannt und tritt beim Strahlen mit Kupferschlacke in abgeschwachter Form ebenfalls ein.
Jeder 25-kg-Sack kostet Festpreis bei kostenlosem DHL-Versand deutschlandweit. Alle acht Fraktionen zum identischen Preis. Keine Mindestbestellmenge — auch für einzelne Zahnraeder wirtschaftlich.
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