Aufrauen durch Strahlen mit Kupferschlacke erzeugt definierte Rauheitsprofile auf Metall- und Betonoberflaechen — die Grundvoraussetzung fuer die mechanische Verankerung von Beschichtungen, Klebstoffen und Spritzbeschichtungen. Kupferschlacke (Eisensilikatschlacke, Mohshaerte 6–7) erzeugt mit ihren scharfkantigen Koernern ein ankerfoermiges Oberflaechenprofil gemaess DIN EN ISO 8501-1. Strahlofix liefert 8 Koernungen, Festpreis pro 25-kg-Sack, kostenloser DHL-Versand deutschlandweit.

Aufrauen durch Strahlen mit Kupferschlacke — Oberflaechen fuer Beschichtungen vorbereiten
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Kupferschlacke 0,1–0,4 mm
Endfinish, Duennschichtbeschichtung, Feinreinigung. Feinste Koernung im Strahlofix-Sortiment.
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Kupferschlacke 0,2–0,5 mm
Karosserie, Fahrradrahmen, duennwandige Stahlteile. Feine Koernung fuer praezise Arbeit.
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Kupferschlacke 0,2–0,8 mm
Allround-Strahlmittel fuer Stahlkonstruktionen und allgemeine Entrostung.
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Kupferschlacke 0,2–1,0 mm
Fahrzeugteile, Betonflaechen, mittelstarke Entrostung. Vielseitig einsetzbar.
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Kupferschlacke 0,2–1,4 mm
Universell: Maschinen- und Metallbau, Entzunderung, Korrosionsschutz.
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Kupferschlacke 0,5–1,4 mm
Stahlbau, Schweissnaehte, starke Korrosion. Mittel-grobe Koernung.
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Kupferschlacke 0,5–2,0 mm
Schiffbau, Betonabtrag, starke Beschichtungen. Grobe Koernung fuer harte Aufgaben.
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Kupferschlacke 1,4–2,8 mm
Schwerindustrie, maximaler Abtrag, Zunder. Groebste Koernung im Sortiment.
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Aufrauen durch Strahlen — Lieferung in ganz Deutschland
Strahlofix Kupferschlacke per DHL versandkostenfrei an Werkstätten, Metallbaubetriebe und Autohäuser in ganz Deutschland. Wählen Sie Ihre Stadt:
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Warum muessen Oberflaechen vor dem Beschichten aufgeraut werden?
Die Haftung einer Beschichtung auf einem Substrat beruht auf zwei Mechanismen: chemischer Adhäsion und mechanischer Verankerung. Waehrend chemische Haftung von der Materialvertraeglichkeit abhaengt, laesst sich die mechanische Verankerung gezielt durch das Aufrauen der Oberflaeche verbessern. Eine glatte, unbehandelte Metalloberflaeche bietet einer Farbe oder einem Klebstoff kaum Angriffspunkte — die Beschichtung liegt nur auf der Oberflaeche und kann sich bei mechanischer Belastung oder Temperaturwechseln abloesen.
Durch das Strahlen mit scharfkantigem Kupferschlacke-Granulat entstehen mikroskopisch kleine Vertiefungen, Hinterschnitte und Grate. Fluessige Beschichtungsmaterialien fliessen in diese Strukturen hinein und haerten dort aus. Das Ergebnis: eine formschluessige Verbindung zwischen Substrat und Beschichtung, die mechanisch belastbar ist und nicht delamminiert.
Wie funktioniert das Aufrauen mit Kupferschlacke?
Kupferschlacke besteht aus scharfkantigem Eisensilikat-Granulat (Mohshaerte 6–7, Schuettdichte 1,6 Mg/m³). Beim Aufprall auf eine Metalloberflaeche schneiden die kantigen Koerner mikroskopisch kleine Furchen in das Substrat. Dabei entstehen drei fuer die Beschichtungshaftung relevante Strukturelemente:
- Riefen: Laengliche Vertiefungen, in die fluessige Beschichtungsstoffe eindringen und nach dem Aushaerten mechanisch verankert sind
- Hinterschnitte: Ueberhaengende Materialgraete, die eine formschluessige Verzahnung ermoeglichen — der Beschichtungsstoff wird regelrecht eingeklemmt
- Mikrokrater: Rundliche Einschlagoerter, die die effektive Kontaktflaeche vergroessern
Im Gegensatz zu runden Strahlmitteln wie Glasperlen, die die Oberflaeche verdichten und glaetten (shot peening), erzeugt die kantige Kupferschlacke ein raueres, aggressiveres Profil mit echten Hinterschnitten. Fuer Beschichtungsarbeiten ist dieses kantige Profil der mechanisch ueberlegene Haftgrund. Kupfersilikatschlacke wird auch als Eisensilikatschlacke, Schmelzkammerschlacke oder Kupferhuettenschlacke bezeichnet — es handelt sich stets um dasselbe Strahlgut.
Welche Kupferschlacke-Koernung fuer welche Rautiefe?
Die resultierende Rautiefe haengt von der Korngroesse des Strahlguts, dem Strahldruck und dem Auftreffwinkel ab. Grundsaetzlich gilt: groebere Koernung erzeugt ein tieferes Profil. Die Wahl der Fraktion richtet sich nach den Anforderungen des nachfolgenden Beschichtungssystems:
| Beschichtungssystem | Empfohlene Fraktion | Rauheitsprofil |
|---|---|---|
| Duennschicht-Grundierung, Primer | 0,1–0,4 mm | Feines Profil |
| Nasslackierung, 2K-Lacke | 0,2–0,5 mm | Feines bis mittleres Profil |
| Pulverbeschichtung, Einbrennlack | 0,2–0,8 mm | Mittleres Profil |
| Hochleistungs-Korrosionsschutz | 0,2–1,0 mm | Mittleres bis grobes Profil |
| Dickschicht-Beschichtung, Spritzverzinkung | 0,5–1,4 mm | Grobes Profil |
| Thermische Spritzbeschichtung | 0,5–2,0 mm | Sehr grobes Profil |
Richtwerte ohne Gewaehr — die optimale Rautiefe wird durch die technischen Datenblätter des Beschichtungsherstellers definiert. Konsultieren Sie stets die Verarbeitungshinweise des jeweiligen Produkts.
Schritt-fuer-Schritt: Oberflaechen aufrauen mit Kupferschlacke
1. Anforderungen des Beschichtungssystems ermitteln
Pruefen Sie das technische Datenblatt der geplanten Beschichtung. Dort finden Sie Angaben zur geforderten Rautiefe (Rz oder Ra) und zum Reinheitsgrad nach DIN EN ISO 8501-1. Diese Werte bestimmen die Wahl der Kupferschlacke-Koernung und die Strahlparameter.
2. Vorreinigung durchfuehren
Oel, Fett, Schmutz und lose Partikel muessen vor dem Strahlen entfernt werden. Verunreinigungen wuerden beim Strahlen in die Oberflaeche eingearbeitet und die Beschichtungshaftung kompromittieren. Reinigung mit Loesungsmittel, alkalischem Reiniger oder Dampfstrahler je nach Verschmutzungsgrad.
3. Kupferschlacke-Koernung und Druck waehlen
Waehlen Sie die Koernung gemaess der geforderten Rautiefe (siehe Tabelle oben). Als Strahldruck empfehlen sich 4 bis 6 bar fuer feines Aufrauen und 5 bis 7 bar fuer grobes Aufrauen. Der Auftreffwinkel sollte zwischen 60° und 80° liegen — steiler fuer tieferes Profil, flacher fuer gleichmaessigere Verteilung.
4. Systematisch strahlen
Strahlen Sie die Flaeche in ueberlappenden Bahnen mit gleichmaessigem Vorschub. Vermeiden Sie, einzelne Bereiche zu lange zu bestrahlen — das erzeugt ein ungleichmaessiges Profil und kann duennwandiges Material verziehen. Kontrollieren Sie die gleichmaessige Rauheit durch Sicht- und Tastpruefung.
5. Rautiefe pruefen und dokumentieren
Fuer industrielle Anwendungen messen Sie die Rautiefe mit einem Rauheitsmessgeraet oder Vergleichsmuster nach ISO 8503. Dokumentieren Sie den erreichten Reinheitsgrad und die Rautiefe — Beschichtungshersteller und Auftraggeber verlangen haeufig einen Nachweis.
6. Zeitnah beschichten
Aufgeraute Stahloberflaechen beginnen innerhalb weniger Stunden erneut zu korrodieren — besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit. Beschichten Sie die vorbereitete Flaeche so schnell wie moeglich nach dem Strahlen, idealerweise innerhalb der vom Beschichtungshersteller angegebenen Standzeit.
Aufrauen verschiedener Substratmaterialien
Baustahl und Konstruktionsstahl
Der haeufigste Anwendungsfall. Kupferschlacke-Koernungen von 0,2 bis 1,4 mm bei 5 bis 7 bar erzeugen auf Baustahl ein zuverlaessiges Rauheitsprofil fuer nahezu alle gaengigen Beschichtungssysteme. Die Mohshaerte 6–7 ist fuer alle unlegierten und niedriglegierten Staehle ausreichend.
Edelstahl
Edelstahl kann mit Kupferschlacke aufgeraut werden, sofern eine anschliessende Kontamination mit Eisenpartikeln akzeptabel ist. Fuer Anwendungen, bei denen Fremdeisenfreiheit gefordert ist (Lebensmittel- oder Pharmaindustrie), sind eisenfreie Strahlmittel wie Korund oder Glasperlen erforderlich.
Aluminium
Vorsicht: Aluminium ist deutlich weicher als Stahl. Verwenden Sie nur die feinsten Koernungen (0,1–0,4 mm oder 0,2–0,5 mm) bei reduziertem Druck (3–4 bar), um eine Ueberbeanspruchung der Oberflaeche zu vermeiden. Der Auftreffwinkel sollte flach gehalten werden (45–60°).
Beton
Betonoberflaechen werden aufgeraut, um die Haftung von Bodenbeschichtungen, Abdichtungen oder Spachtelmassen zu verbessern. Grobe Kupferschlacke-Koernungen (0,5–2,0 mm) bei 6–8 bar oeffnen die Porenstruktur des Betons und entfernen die Zementhaut.
Technische Daten Kupferschlacke Strahlofix
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Mohshaerte | 6–7 |
| Spezifisches Gewicht | 2,9 g/cm³ |
| Schuettdichte | 1,6 Mg/m³ |
| Schmelzpunkt | 1460 °C |
| Kornform | braunes, scharfkantiges Granulat |
| Norm | DIN EN ISO 11126-3 |
| Preis | Festpreis / 25 kg inkl. MwSt. |
| Versand | kostenlos per DHL deutschlandweit |
Haeufige Irrtuemer beim Aufrauen
Irrtum 1: Je rauer die Oberflaeche, desto besser haftet die Beschichtung.
Falsch. Eine zu grobe Rautiefe kann dazu fuehren, dass die Beschichtung die Profilspitzen nicht vollstaendig bedeckt — sogenannte Spitzeninseln bleiben unbeschichtet und werden zu Korrosionsherden. Die Rautiefe muss auf das Beschichtungssystem abgestimmt sein.
Irrtum 2: Schleifen und Strahlen erzeugen dasselbe Ergebnis.
Schleifen erzeugt parallele Riefen ohne Hinterschnitte. Strahlen mit Kupferschlacke erzeugt ein dreidimensionales Profil mit Hinterschnitten und Mikrokratern — eine deutlich bessere Grundlage fuer die mechanische Verankerung von Beschichtungssystemen.
Irrtum 3: Aufrauen ist nur bei rostigen Oberflaechen noetig.
Auch neue, blanke Stahlbleche mit Walzhaut oder Oelfilm muessen vor dem Beschichten aufgeraut werden. Die glatte Walzhaut bietet keinen Haftgrund fuer Farben und Beschichtungen.
Haeufig gestellte Fragen zum Aufrauen
Die erforderliche Rautiefe haengt vom Lacksystem ab. Standardlacke benoetigen in der Regel ein Profil von Rz 25 bis 50 Mikrometer — erreichbar mit Kupferschlacke der Fraktion 0,2–0,5 mm bei 4–5 bar. Hochleistungs-Korrosionsschutzlacke koennen Rz 60 bis 100 Mikrometer fordern. Konsultieren Sie das Datenblatt des Lackherstellers.
Ja, aber mit Vorsicht. Verwenden Sie die feinste Fraktion (0,1–0,4 mm) bei reduziertem Druck (3–4 bar) und flachem Auftreffwinkel. Aluminium ist weich und kann bei zu aggressiven Parametern bleibend verformt werden.
Aufgerauter Stahl beginnt je nach Luftfeuchtigkeit innerhalb weniger Stunden erneut zu korrodieren. In trockener Hallenluft ist eine Standzeit von bis zu 4 Stunden ueblich. Im Freien bei hoher Luftfeuchtigkeit kann Flugrost bereits nach 30 Minuten auftreten. Beschichten Sie so schnell wie moeglich nach dem Strahlen.
Entrosten entfernt vorhandene Korrosion vom Substrat. Aufrauen erzeugt gezielt ein Rauheitsprofil auf der (bereits gereinigten) Oberflaeche. Beim Strahlen finden oft beide Vorgaenge gleichzeitig statt: Rost wird entfernt und die freigelegte Oberflaeche gleichzeitig aufgeraut.
Die feinste Kupferschlacke-Fraktion 0,1–0,4 mm erzeugt das feinste kantige Profil. Fuer noch glattere Ergebnisse ohne kantiges Profil waeren Glasperlen geeignet — allerdings verdichten Glasperlen die Oberflaeche und erzeugen keine Hinterschnitte fuer die mechanische Beschichtungshaftung.
Bei Strahlofix kostet jeder 25-kg-Sack Kupferschlacke Festpreis — fuer alle acht Fraktionen gleich. Kostenloser DHL-Versand deutschlandweit, keine Mindestbestellmenge.
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