Kupferschlacke Strahlmittel — Anwendung

Lack entfernen durch Strahlen mit Kupferschlacke — jede Beschichtung sauber abtragen

Lack entfernen durch Strahlen mit Kupferschlacke ist die schnellste und sauberste Alternative zu chemischen Abbeizern oder thermischer Entlackung. Ob Nasslack, Pulverbeschichtung oder…

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Lack entfernen durch Strahlen mit Kupferschlacke ist die schnellste und sauberste Alternative zu chemischen Abbeizern oder thermischer Entlackung. Ob Nasslack, Pulverbeschichtung oder Zweikomponenten-System — die scharfkantigen Eisensilikat-Partikel tragen selbst mehrlagige Altlackschichten in einem Durchgang ab und hinterlassen eine griffige, beschichtungsfähige Oberfläche. Bei unseren Projekten entlacken wir regelmäßig Fahrzeugteile, Metallmöbel und Stahlkonstruktionen mit einer Flächenleistung von 8–15 m² pro Stunde.

Verschiedene Lacktypen — unterschiedliche Herausforderungen

Nicht jeder Lack lässt sich gleich leicht entfernen. Die Schichtdicke, Haftung und Härte des Lacksystems bestimmen, welche Körnung und welchen Strahldruck Sie benötigen.

Lacktyp Typische Schichtdicke Empfohlene Fraktion Strahldruck Schwierigkeit
Einschicht-Nasslack 40–80 µm 0,2–0,5 mm 4–5 bar Leicht
Mehrschicht-Nasslack 120–250 µm 0,5–1,0 mm 5–6 bar Mittel
Pulverbeschichtung 60–120 µm 0,5–1,0 mm 6–7 bar Mittel–Schwer
2K-Epoxid / PU 100–300 µm 0,5–1,0 mm 6–8 bar Schwer
Zinkstaubgrundierung 40–80 µm 0,5–2,0 mm 7–8 bar Sehr schwer
Brandschutzbeschichtung 500–2000 µm 1,0–2,0 mm 7–8 bar Sehr schwer

Warum Kupferschlacke statt chemischer Abbeizer?

Chemische Abbeizer auf Methylenchlorid-Basis sind in der EU für Verbraucher seit 2012 verboten (REACH-Verordnung). Die noch verfügbaren alkalischen Abbeizer wirken langsam, erzeugen problematischen Sondermüll und greifen empfindliche Metalloberflächen an. Strahlen mit Kupferschlacke ist lösemittelfrei, erzeugt keinen chemischen Abfall und entlackt in Minuten statt Stunden.

Welche Körnung zum Entlacken verwenden?

Die Faustregel lautet: Je dicker und härter die Lackschicht, desto gröber das Strahlmittel. Für die allermeisten Entlackungsarbeiten hat sich die mittlere Fraktion als vielseitigster Einsatzbereich erwiesen:

  • Feine Fraktion 0,2–0,5 mm — Dünne Einschichtlacke auf empfindlichen Substraten wie Aluminium oder dünnwandigen Blechen. Erzeugt Rz 25–50 µm. Zur Produktseite
  • Mittlere Fraktion 0,5–1,0 mm — Universalwahl für Mehrschichtlacke, Pulverbeschichtungen und Zweikomponentensysteme. Rz 50–75 µm. Zur Produktseite
  • Grobe Fraktion 0,5–2,0 mm — Dicke Industriebeschichtungen, Brandschutzsysteme und zähe Zinkstaubgrundierungen. Rz 60–100 µm. Zur Produktseite

Schritt-für-Schritt: Lack entfernen mit Kupferschlacke

1. Lackschichten beurteilen

Kratzen Sie an einer unauffälligen Stelle mit einem Cuttermesser, um die Anzahl und Dicke der Schichten zu ermitteln. Mehrere Schichten übereinander erfordern eine gröbere Körnung und höheren Strahldruck.

2. Oberfläche vorreinigen

Entfernen Sie Fett, Öl und lose Lackschollen. Fetthaltige Rückstände verkleben das Strahlmittel und reduzieren dessen Wirksamkeit erheblich. Ein Kaltreiniger mit anschließender Trocknung genügt in den meisten Fällen.

3. Testfläche strahlen

Strahlen Sie eine kleine Testfläche von ca. 20 × 20 cm mit der gewählten Körnung. Beurteilen Sie: Wird die Lackschicht vollständig entfernt? Ist die darunterliegende Oberfläche unbeschädigt? Ist das Rauheitsprofil für die geplante Neubeschichtung geeignet?

4. Großfläche bearbeiten

Führen Sie die Strahldüse in gleichmäßigen, überlappenden Bahnen über die Fläche. Halten Sie einen konstanten Abstand von 15–25 cm ein. Bei Pulverbeschichtungen kann es nötig sein, dieselbe Stelle zweimal zu überfahren, da diese Beschichtungen besonders zäh haften.

5. Nachkontrolle und Feinstellen

Inspizieren Sie die entlackte Fläche bei gutem Licht. In Kanten, Sicken und Falzen verbleiben häufig Lackreste. Strahlen Sie diese Bereiche mit geringerem Abstand und im flacheren Winkel gezielt nach.

6. Staubfrei machen und beschichten

Blasen Sie die entlackte Fläche mit Druckluft ab oder wischen Sie sie mit einem Haftgrundvorbereiter. Die erzeugte Rauheit sorgt für eine mechanische Verklammerung der neuen Beschichtung — ein entscheidender Vorteil gegenüber chemisch abgebeizten Oberflächen, die oft zu glatt für optimale Lackhaftung sind.

Praxistipps aus der Erfahrung

Pulverbeschichtung effektiv abtragen: Pulverlack ist deutlich härter als Nasslack. Erhöhen Sie den Strahldruck auf mindestens 6 bar und verwenden Sie die mittlere Fraktion. Arbeiten Sie mit einem Strahlwinkel von 80° — fast senkrecht — um die harte Oberfläche aufzubrechen.

Mehrschichtige Altanstriche ohne Grundmetall-Beschädigung entfernen: Arbeiten Sie bei Mehrfachschichten zunächst mit gröberem Korn bei 70° Auftreffwinkel. Sobald die letzte Lackschicht direkt auf dem Metall freiliegt, wechseln Sie auf feineres Korn und reduzierten Druck, um das Grundmetall zu schonen.

Lack von Aluminium entfernen: Aluminium verformt sich bei zu hohem Strahldruck. Reduzieren Sie auf maximal 4 bar und verwenden Sie ausschließlich die feine Fraktion 0,2–0,5 mm. Halten Sie den Düsenabstand bei 20–30 cm.

Verbrauchswerte beim Entlacken

Lacktyp Verbrauch Kupferschlacke/m² Fläche pro 25-kg-Sack
Dünner Einschichtlack 2–3 kg 8–12 m²
Mehrschicht-Nasslack 4–6 kg 4–6 m²
Pulverbeschichtung 5–7 kg 3–5 m²
Dicke Industriebeschichtung 6–10 kg 2–4 m²

Häufig gestellte Fragen

Ja, allerdings erfordert Pulverlack einen höheren Strahldruck (6–7 bar) und eine gröbere Körnung als Nasslack. Rechnen Sie mit einem etwa 40 % höheren Strahlmittelverbrauch und stellen Sie die Düse fast senkrecht zur Oberfläche ein.

In schwer zugänglichen Bereichen wie Falzen, engen Radien oder Schweißnähten können Reste verbleiben. Verwenden Sie eine kleinere Düse (4–5 mm) und strahlen Sie diese Stellen gezielt im flachen Winkel nach. Eine gebogene Düsenspitze erleichtert die Arbeit in Hohlkehlen.

Bei korrekter Körnung und angemessenem Strahldruck nicht. Kupferschlacke mit Mohshärte 6–7 liegt unter der Härte von Stahl (7–8 Mohs), sodass sie die Oberfläche aufrauen, aber nicht materialabtragend beschädigt. Bei Aluminium (2,5–3 Mohs) ist jedoch Vorsicht geboten — verwenden Sie hier reduzierte Parameter.

Beim Entrosten wird eine Oxidschicht (Rost) entfernt, beim Entlacken eine aufgebrachte Beschichtung. Entlacken erfordert tendenziell weniger Energie, da Lackschichten eine geringere Haftung zum Untergrund haben als gewachsene Oxide. In der Praxis werden beide Arbeitsschritte häufig kombiniert — erst die Altbeschichtung entfernen, dann den darunterliegenden Rost.

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