Strahlmittel-Vergleich
Kupferschlacke, Korund, Garnet, Glasperlen, Nussschalengranulat und Asilikos im direkten Vergleich. Welches Strahlmittel eignet sich wofür? Dieser Überblick hilft Ihnen, das richtige Material für Ihr Projekt zu wählen.
Der Markt für Strahlmittel bietet Dutzende Produkte — doch in der Praxis dominieren sechs Materialien: Kupferschlacke, Edelkorund, Granat-Sand, Glasperlen, Nussschalengranulat und Asilikos (Aluminium-Silikat). Jedes hat spezifische Stärken.
Kupferschlacke im Vergleich
Kupferschlacke vereint hohe Abtragsleistung (Mohs 6–7), geringe Staubentwicklung und niedrige Kosten. Als Einwegstrahlmittel entfallen Rückgewinnungskosten. Der Chloridgehalt unter 25 ppm qualifiziert sie für den Korrosionsschutz nach DIN EN ISO 12944.
Vergleichstabelle: Kenndaten auf einen Blick
| Strahlmittel | Härte (Mohs) | Kornform | Typ |
|---|---|---|---|
| Kupferschlacke | 6–7 | kantig | Einweg |
| Korund | 9 | kantig | Mehrweg |
| Garnet | 7–8 | subkantig | Einweg |
| Glasperlen | 5–6 | rund | Mehrweg |
| Nussschalen | 2–3 | unregelmäßig | Einweg |
| Asilikos | 6–7 | kantig | Einweg |
Häufig gestellte Fragen
Welches Strahlmittel hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
Kupferschlacke bietet unter allen gängigen Einweg-Strahlmitteln das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei einem Sackpreis von 19,99 € pro 25 kg erreicht sie einen Abtrag, der mit deutlich teureren Alternativen wie Korund vergleichbar ist.
Kann ich verschiedene Strahlmittel mischen?
Nein, verschiedene Strahlmittel sollten grundsätzlich nicht gemischt werden. Die unterschiedliche Härte, Korndichte und Kornform führt zu einem ungleichmäßigen Strahlergebnis und kann die Düse ungleichmäßig belasten.
Welches Strahlmittel eignet sich für Anfänger?
Kupferschlacke in der Fraktion 0,2–0,8 mm ist der ideale Allrounder für Einsteiger. Diese Körnung verzeiht kleine Fehler beim Strahlabstand und erzeugt auf Stahl ein sauberes SA-2.5-Ergebnis.
Ist Kupferschlacke umweltfreundlicher als andere Strahlmittel?
Kupferschlacke ist ein Recyclingprodukt aus der Kupferverhüttung und enthält keine freien Silikate. Im Gegensatz zu Quarzsand ist sie gesundheitlich unbedenklich, und nach dem Einsatz kann das Strahlgut fachgerecht entsorgt oder als Zuschlagstoff verwendet werden.