Stahlträger strahlen mit Kupferschlacke
I-Träger, HEA-Profile und Doppel-T-Träger normgerecht für Korrosionsschutzbeschichtung vorbereiten. Kupferschlacke erreicht SA 2.5 und SA 3 nach DIN EN ISO 8501-1.
Normanforderungen im Stahlbau
Die DIN EN ISO 12944 schreibt für tragende Stahlkonstruktionen in den Korrosivitätskategorien C3 bis C5 eine Oberflächenvorbereitung von mindestens SA 2.5 vor. Kupferschlacke 0,5–1,4 mm erreicht diesen Standard zuverlässig.
Verbrauch bei Stahlprofilen
Der Strahlmittelverbrauch bei Stahlträgern liegt bei 15–30 kg/m², abhängig von Profiltiefe und Rostgrad. Flanschinnenseiten und Stegbereiche erfordern oft einen zweiten Durchgang mit schrägem Strahlwinkel.
Praxis-Empfehlung
Arbeiten Sie mit einer 8-mm-Strahldüse bei 6 bar. Beginnen Sie an der Oberseite des Trägers und arbeiten Sie nach unten. So fällt verbrauchtes Strahlmittel nicht auf bereits gereinigte Flächen zurück.
Häufig gestellte Fragen
Welcher Reinheitsgrad wird beim Stahlträgerstrahlen gefordert?
Im Stahlbau ist nach DIN EN ISO 8501-1 in der Regel der Reinheitsgrad SA 2.5 gefordert. Für besonders beanspruchte Konstruktionen oder Offshore-Bauteile kann SA 3 verlangt werden. Kupferschlacke erreicht beide Stufen zuverlässig.
Wie viel Kupferschlacke brauche ich pro Quadratmeter Stahlträger?
Der Verbrauch liegt bei Stahlträgern je nach Profil und Rostgrad zwischen 15 und 30 kg pro Quadratmeter. Bei stark korrodierten Trägern mit Lochfraß kann der Verbrauch auf bis zu 40 kg ansteigen.
Kann ich Stahlträger auch bei niedrigen Temperaturen strahlen?
Grundsätzlich ja, allerdings muss die Stahloberfläche mindestens 3 °C über dem Taupunkt liegen. Bei Temperaturen unter 5 °C verlangsamt sich die Beschichtungstrocknung, weshalb die Zeitspanne zwischen Strahlen und Grundieren kritischer wird.