Schweißnähte reinigen und strahlen mit Kupferschlacke
Anlauffarben, Schlackereste und Spritzer von Schweißnähten entfernen. Kupferschlacke bereitet die Naht für zerstörungsfreie Prüfung und Beschichtung vor.
Warum Schweißnähte gestrahlt werden
Beim Schweißen entstehen Anlauffarben (Temperaturoxide), Schlackereste und Schweißspritzer. Diese Schichten verhindern die zuverlässige Sichtprüfung auf Nahtfehler und bilden eine Trennschicht unter Beschichtungen.
Körnung für Schweißnähte
Für Konstruktionsschweißnähte im Stahlbau empfiehlt sich Kupferschlacke 0,5–1,4 mm bei 5–6 bar. Dünnblechschweißnähte (Karosserie, Behälterbau) bearbeiten Sie mit 0,2–0,8 mm bei 3–4 bar.
Vorbereitung für ZfP
Für die zerstörungsfreie Prüfung (Farbeindring-, Magnetpulver- oder Ultraschallprüfung) muss die Naht metallic blank sein. SA 2.5 reicht für Sichtprüfung, SA 3 wird oft für MT/PT gefordert.
Häufig gestellte Fragen
Warum müssen Schweißnähte vor der Beschichtung gestrahlt werden?
Beim Schweißen entstehen Anlauffarben, Schlackereste und Schweißspritzer, die als Trennschicht wirken. Nur eine gestrahlte Schweißnaht bietet die metallisch reine Oberfläche und Rautiefe, die für eine haftfeste Beschichtung notwendig ist.
Welche Körnung eignet sich für Schweißnähte?
Für Schweißnähte empfiehlt sich Kupferschlacke in der Fraktion 0,2–0,8 mm oder 0,5–1,4 mm. Die feinere Fraktion eignet sich für dünnwandige Konstruktionen, die gröbere für schwere Stahlbau-Schweißnähte.
Kann man Schweißnähte an Edelstahl mit Kupferschlacke strahlen?
Ja, Kupferschlacke ist eisenfrei und eignet sich daher auch für Edelstahl. Sie hinterlässt keine Fremdeisen-Kontamination auf der Oberfläche, die zu Fremdrostbildung führen könnte. Trotzdem sollte ein Ferritgehalt-Test durchgeführt werden.