Kupferschlacke Strahlmittel — Anwendung

Naturstein strahlen mit Kupferschlacke — Sandstein, Granit und Kalkstein schonend reinigen

Naturstein strahlen mit Kupferschlacke reinigt verschmutzte Fassaden, verwitterte Grabsteine und historische Steinelemente, ohne die gewachsene Patina zu zerstören. Der Schlüssel liegt in der…

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Naturstein strahlen mit Kupferschlacke reinigt verschmutzte Fassaden, verwitterte Grabsteine und historische Steinelemente, ohne die gewachsene Patina zu zerstören. Der Schlüssel liegt in der richtigen Kombination aus feiner Körnung (0,2–0,5 mm) und niedrigem Strahldruck (2–4 bar) — so werden Verschmutzungen, biologische Beläge und Farbschichten abgetragen, während die empfindliche Steinoberfläche intakt bleibt. Kupferschlacke bietet gegenüber scharfem Quarzsand den Vorteil einer kontrollierbaren Aggressivität bei gleichzeitig niedrigem Staubanteil.

Verschiedene Natursteine — verschiedene Anforderungen

Nicht jeder Naturstein verträgt dieselben Strahlparameter. Die Gesteinshärte nach Mohs bestimmt, wie aggressiv Sie strahlen dürfen:

Gesteinsart Mohshärte Max. Strahldruck Empfohlene Fraktion Besonderheiten
Granit 6–7 5–6 bar 0,2–0,5 mm Sehr robust, verträgt höhere Parameter
Gneis 6–7 5–6 bar 0,2–0,5 mm Ähnlich Granit, Schichtung beachten
Sandstein 3–5 2–3 bar 0,1–0,4 mm Sehr empfindlich, weiche Sorten vorsichtig
Kalkstein 3–4 2–3 bar 0,1–0,4 mm Säureempfindlich, nur trockenes Verfahren
Marmor 3–4 2–3 bar 0,1–0,4 mm Politur wird zerstört, nur bei matten Flächen
Schiefer 3–4 2–4 bar 0,1–0,4 mm Spaltflächen nicht direkt bestrahlen
Travertin 3–4 2–3 bar 0,1–0,4 mm Offene Poren verstopfen — absaugen

Grundregel für die Natursteinbearbeitung

Kupferschlacke hat eine Mohshärte von 6–7. Steine mit geringerer Härte werden daher unweigerlich abgetragen, wenn Druck und Körnung zu hoch gewählt werden. Bei weichen Steinen wie Sandstein oder Kalkstein ist das Strahlmittel immer härter als der Stein — deshalb kompensieren Sie über reduzierten Druck und feinstes Korn.

Typische Anwendungsfälle

Grabsteine reinigen und auffrischen

Verwitterte Grabsteine aus Granit, Marmor oder Sandstein lassen sich durch behutsames Strahlen von Moos, Flechten und Umweltverschmutzung befreien. Bei Granit-Grabsteinen können polierte Flächen erhalten bleiben, wenn Sie mit extrem feinem Korn (0,1–0,4 mm) bei maximal 2 bar arbeiten und den Strahl tangential über die Oberfläche führen.

Fassadenreinigung an historischen Gebäuden

Natursteinfassaden an Gründerzeit-Gebäuden, Villen und öffentlichen Bauten sammeln über Jahrzehnte Ruß, Feinstaub und biologische Patina. Das Niederdruck-Strahlverfahren mit feiner Kupferschlacke entfernt diese Schichten kontrolliert. Arbeiten Sie stets von oben nach unten und testen Sie die Parameter an einer verdeckten Stelle.

Denkmäler und Skulpturen

Steindenkmäler im öffentlichen Raum werden durch Umwelteinflüsse schwarz und unansehnlich. Die Reinigung erfordert höchste Sensibilität — insbesondere bei detailreichen Skulpturen mit feinen Ornamenten. Verwenden Sie die Mikro-Strahldüse (3–4 mm) und minimalen Druck.

Schritt-für-Schritt: Naturstein strahlen

1. Steinart bestimmen

Identifizieren Sie die Gesteinsart und deren Mohshärte. Im Zweifel konsultieren Sie einen Geologen oder Steinmetz. Falsche Parameter können irreversible Schäden verursachen — besonders bei weichem Sandstein.

2. Probefläche anlegen

Strahlen Sie eine verdeckte Stelle (ca. 10 × 10 cm) mit den niedrigsten Parametern: feinste Körnung, 2 bar Druck, 30 cm Abstand. Beurteilen Sie das Ergebnis: Ist die Verschmutzung entfernt? Ist die Steinoberfläche unbeschädigt? Erhöhen Sie die Parameter nur schrittweise.

3. Empfindliche Bereiche schützen

Fugen aus Kalkmörtel, Inschriften, vergoldete Elemente und angrenzende Materialien müssen vor dem Strahl geschützt werden. Verwenden Sie Malerkrepp oder Gummischürzen als Abdeckung.

4. Mit minimalem Druck strahlen

Beginnen Sie grundsätzlich mit dem niedrigsten Druck und erhöhen Sie nur bei Bedarf. Der Strahlwinkel sollte bei Naturstein besonders flach sein (30–45°), um die Oberfläche eher zu reinigen als abzutragen.

5. Fläche wässern (optional)

Bei besonders empfindlichen Steinen kann leichtes Vornässen die Oberfläche schützen. Das Wasser füllt die Poren und reduziert die Tiefenwirkung des Strahlmittels. Dieses Nassstrahlverfahren vermindert zusätzlich die Staubentwicklung.

6. Imprägnierung auftragen

Nach der Reinigung empfiehlt sich eine Steinimprägnierung, die Wasser und Schmutz dauerhaft abweist. Tragen Sie die Imprägnierung auf den trockenen, gereinigten Stein auf — sie zieht in die frisch geöffneten Poren ein und bietet langfristigen Schutz.

Häufig gestellte Fragen

Ja, bei falsch gewählten Parametern durchaus. Sandstein hat eine Mohshärte von nur 3–5, während Kupferschlacke bei 6–7 liegt. Verwenden Sie ausschließlich die extrafeine Fraktion (0,1–0,4 mm), reduzieren Sie den Druck auf maximal 3 bar und halten Sie einen Abstand von mindestens 30 cm. An einer verdeckten Probestelle testen Sie das Ergebnis, bevor Sie die gesamte Fläche bearbeiten.

Das Niederdruck-Strahlverfahren mit feinem Kupferschlacke-Granulat wird von vielen Denkmalschutzbehörden akzeptiert, sofern eine Probefläche genehmigt und dokumentiert wurde. Sprechen Sie vor Arbeitsbeginn mit der zuständigen Behörde und legen Sie die geplanten Parameter vor. Das Verfahren wird gegenüber chemischen Methoden oft bevorzugt.

Verwenden Sie die feinste verfügbare Körnung (0,1–0,4 mm) bei maximal 2–3 bar Druck. Führen Sie den Strahl tangential (flacher Winkel) über die Steinoberfläche. Beginnen Sie an der Rückseite, um die Wirkung zu testen. Polierte Granitflächen behalten ihren Glanz, wenn Sie den Druck unter 2 bar halten.

Ja, insbesondere von Granit und anderen harten Steinen lässt sich Graffiti gut abstrahlen. Bei weichem Sandstein oder Kalkstein ist Vorsicht geboten — hier können Farbpigmente in die Poren eingedrungen sein, deren Entfernung den Stein selbst angreift. Kombinieren Sie in solchen Fällen ein chemisches Graffiti-Entfernungsmittel mit anschließendem schonendem Strahlen.

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