Leitplanken strahlen mit Kupferschlacke — Schutzplanken instand setzen vor Neuverzinkung
Leitplanken strahlen mit Kupferschlacke bereitet beschädigte Schutzplanken für die Neuverzinkung oder Neubeschichtung vor. Straßenleitplanken aus verzinktem Stahl verlieren ihren Korrosionsschutz durch Fahrzeuganpralle, Streusalzbelastung und Witterungserosion — die Zinkschicht wird durchbrochen und der darunterliegende Stahl beginnt zu rosten. Statt die gesamte Planke auszutauschen, können intakte Leitplankenelemente durch Strahlen mit Kupferschlacke normgerecht aufgearbeitet und nachverzinkt werden — eine wirtschaftliche Alternative zum Neukauf.
Wann werden Leitplanken gestrahlt?
| Situation | Strahlumfang | Fraktion | Strahldruck |
|---|---|---|---|
| Lokale Rostschäden an Zinkschicht | Teilstrahlen der Schadstelle | 0,5–1,0 mm | 5–6 bar |
| Komplette Aufarbeitung vor Neuverzinkung | Vollstrahlen aller Flächen SA 2.5 | 0,5–2,0 mm | 7–8 bar |
| Vorbereitung für Duplex-System | Vollstrahlen SA 2.5 + Rz 50–75 µm | 0,5–1,0 mm | 6–7 bar |
| Anprallschaden-Instandsetzung | Richt- und Strahlarbeiten | 0,5–1,0 mm | 6–7 bar |
Technische Rahmenbedingungen
Normvorgaben für Leitplanken
Leitplanken nach DIN EN 1317 müssen nach der Instandsetzung die gleichen Rückhalteeigenschaften aufweisen wie Neuteile. Die Oberflächenvorbereitung vor der Neuverzinkung nach DIN EN ISO 1461 erfordert den Reinheitsgrad SA 2.5 — ein Standard, den Kupferschlacke zuverlässig erreicht.
Verzinkungsgerechte Oberfläche
Für die Feuerverzinkung muss die gestrahlte Oberfläche frei von Rost, Zunder, Altbeschichtung und Fett sein. Die Rautiefe spielt bei der Verzinkung eine untergeordnete Rolle — die flüssige Zinkschmelze füllt jedes Profil aus. Entscheidend ist die metallische Sauberkeit.
Umweltschutz beim Straßenstrahlen
Das Strahlen an Straßenleitplanken erzeugt Abrieb, der Zinkverbindungen enthält. Das verbrauchte Strahlmittel ist als zinkhaltiger Abfall zu sammeln und fachgerecht zu entsorgen. Verwenden Sie Bodenabdeckungen und Auffangsysteme gemäß den Vorgaben der zuständigen Straßenbaubehörde.
Schritt-für-Schritt: Leitplanken aufarbeiten
1. Verkehrssicherung einrichten
Richten Sie eine Wanderbaustelle oder stationäre Absicherung nach RSA (Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen) ein. Leitplanken-Arbeiten an Bundes- und Landesstraßen erfordern eine verkehrsrechtliche Anordnung.
2. Leitplankenelemente demontieren
Lösen Sie die Schraubverbindungen und transportieren Sie beschädigte Elemente zur Werkstatt. Schwer beschädigte Planken werden vor dem Strahlen gerichtet. Abstandhalter (Kastenprofile) und Pfostenverbindungen separat behandeln.
3. Altzink und Rost vollständig entfernen
Strahlen Sie mit der Fraktion 0,5–2,0 mm bei 7–8 bar, um sowohl die verbleibende Zinkschicht als auch den Rost darunter restlos abzutragen. Für die Feuerverzinkung müssen alle Zinkrückstände entfernt werden, da Altzinkinseln zu Fehlstellen in der neuen Verzinkung führen.
4. Wandstärke prüfen
Messen Sie die Restwandstärke mit einem Ultraschallgerät. Die Mindest-Wandstärke für Leitplanken-Profile beträgt je nach Querschnitt 2,5–3,0 mm. Unterschreiten einzelne Stellen diesen Wert, ist das Element nicht mehr sicherheitskonform und muss ersetzt werden.
5. Neuverzinkung oder Duplex-Beschichtung
Transportieren Sie die gestrahlten Leitplankenelemente zeitnah zur Feuerverzinkerei. Die Zinkschichtdicke nach DIN EN ISO 1461 beträgt mindestens 85 µm für Stahlteile über 6 mm Dicke. Für besonders beanspruchte Streckenabschnitte kommt ein Duplex-System (Verzinkung + Nasslack) zum Einsatz.
6. Remontage und Abnahme
Montieren Sie die aufgearbeiteten Elemente mit neuen Schrauben und dokumentieren Sie die Maßnahme im Straßenbau-Logbuch. Bei sicherheitsrelevanten Bauteilen ist eine Abnahme durch den Straßenbaulastträger erforderlich.
Häufig gestellte Fragen
In den meisten Fällen ja. Die Kosten für Strahlen und Neuverzinkung betragen etwa 40–60 % des Neupreises eines Leitplankenelements. Bei großen Stückzahlen (Autobahnabschnitte) summieren sich die Einsparungen erheblich. Voraussetzung ist, dass die Planken strukturell intakt und die Wandstärken ausreichend sind.
Technisch möglich mit mobilen Druckstrahlkesseln und Kompressoren, in der Praxis aber selten durchgeführt. Die Verkehrssicherung, Umweltschutzauflagen (Auffang des Strahlmittels) und die eingeschränkten Arbeitsbedingungen machen das Werkstatt-Strahlen effizienter. Nur bei nicht demontierbaren Elementen wird vor Ort gestrahlt.
Pro laufendem Meter Standard-Leitplanke (W-Profil) rechnen Sie mit 4–6 kg Kupferschlacke bei vollständiger Entschichtung. Für einen typischen Leitplankenabschnitt von 100 Metern sind das 400–600 kg — eine Palette Kupferschlacke à 1.000 kg deckt diesen Bedarf ab.
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