Bleche strahlen mit Kupferschlacke
Dünnblech und Stahlblech entrosten, ohne Verzug zu riskieren. Kupferschlacke ermöglicht kontrolliertes Strahlen auch bei Blechstärken unter 2 mm.
Herausforderung Dünnblech
Bei Blechstärken unter 2 mm besteht Verzugsgefahr durch Spannungseinleitung. Reduzierter Strahldruck (3–4 bar), feinere Kupferschlacke (0,2–0,5 mm) und ein flacher Strahlwinkel (30–45°) minimieren dieses Risiko.
Rautiefe auf Stahlblech
Kupferschlacke 0,2–0,5 mm erzeugt bei 5 bar eine Rautiefe Rz 30–50 µm. Die Fraktion 0,5–1,4 mm erreicht Rz 60–90 µm. Für die meisten Lackiersysteme ist Rz 40–75 µm ideal.
Grobbleche und Walzzunder
Warmgewalzte Grobbleche (ab 6 mm) können mit Kupferschlacke 0,5–2,0 mm bei voller Druckleistung gestrahlt werden. Walzzunder lässt sich so in einem Arbeitsgang entfernen.
Häufig gestellte Fragen
Verzieht sich Dünnblech beim Strahlen?
Bei Blechstärken unter 2 mm besteht Verzugsgefahr. Abhilfe schafft ein reduzierter Strahldruck von 3–4 bar, eine feinere Kupferschlacke-Fraktion von 0,2–0,5 mm und ein flacher Strahlwinkel von 30–45 Grad. So wird der Wärmeeintrag minimiert.
Welche Rautiefe erzeugt Kupferschlacke auf Stahlblech?
Die erzielte Rautiefe hängt von Körnung und Druck ab. Die Fraktion 0,2–0,5 mm erzeugt bei 5 bar eine Rautiefe Rz von 30–50 µm, die Fraktion 0,5–1,4 mm erreicht 60–90 µm. Für die meisten Lackiersysteme ist Rz 40–75 µm optimal.
Kann man verzinktes Blech mit Kupferschlacke strahlen?
Ja, Kupferschlacke entfernt sowohl Feuerverzinkung als auch galvanische Verzinkung. Allerdings sollte man bedenken, dass die Zinkschicht als Korrosionsschutz dient – nach dem Strahlen muss umgehend ein neuer Schutzanstrich folgen.