Kupferschlacke Strahlmittel — Anwendung

Werkzeug strahlen — Altes Handwerkzeug restaurieren mit Kupferschlacke

Rostiges Handwerkzeug verdient eine zweite Chance: Kupferschlacke entfernt Rost, alte Farbreste und Verschmutzungen von Schraubenschlüsseln, Zangen, Hämmern und anderem Werkzeug in Minutenschnelle….

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Rostiges Handwerkzeug verdient eine zweite Chance: Kupferschlacke entfernt Rost, alte Farbreste und Verschmutzungen von Schraubenschlüsseln, Zangen, Hämmern und anderem Werkzeug in Minutenschnelle. Die feine Fraktion des Eisensilikat-Granulats arbeitet präzise genug, um Prägungen und Markierungen zu erhalten — gleichzeitig gründlich genug, um auch tiefsitzende Korrosion aus Gravuren und Rillen zu lösen. Werkzeug-Restaurierung mit Kupferschlacke ist effizient, kostengünstig und liefert Ergebnisse, die begeistern.

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Welches Werkzeug lässt sich strahlen?

Grundsätzlich eignet sich jedes Werkzeug aus Stahl oder Gusseisen für die Bearbeitung mit Kupferschlacke. In unserer langjährigen Erfahrung sind besonders folgende Werkzeugarten dankbare Strahlkandidaten:

  • Maulschlüssel und Ringschlüssel: Rost in den Schlüsselweiten verschlechtert die Passgenauigkeit — Strahlen stellt den Originalzustand wieder her
  • Zangen und Seitenschneider: Gelenke und Schneiden werden durch gezieltes Strahlen von Korrosion befreit
  • Hämmer und Beile: Bahnen und Finnen von Rost und Verunreinigungen reinigen
  • Schraubendreher-Klingen: Metallklingen entrosten, ohne die Form zu verändern
  • Messwerkzeuge: Stahllineale und Winkel lassen sich schonend auffrischen

Achtung: Werkzeuge mit Hartmetall-Einsätzen (Hartmetall-Fräser, Bohrer mit HM-Schneiden) sollten Sie nicht strahlen — die Kupferschlacke kann die Schneidkanten beschädigen.

Strahlparameter für Handwerkzeug

Parameter Wert
Fraktion 0,1–0,4 mm (Extra fein) bis 0,2–0,5 mm (Fein)
Strahldruck 2,5–4 bar
Düsendurchmesser 4–6 mm (Feinstrahl-Düse)
Strahlabstand 80–150 mm
Strahlwinkel 45–70°
Erreichbare Rautiefe 15–40 µm
Verbrauch ca. 0,5–2 kg pro Werkzeug

Der niedrige Strahldruck ist bewusst gewählt: Handwerkzeuge besitzen gehärtete Oberflächen, die bei zu aggressivem Strahlen aufgeraut und damit anfälliger für erneute Korrosion werden. Die feine Fraktion reinigt die Oberfläche, ohne die Härteschicht zu durchbrechen.

Schritt-für-Schritt: Werkzeug strahlen

1. Werkzeug vorbereiten

Entfernen Sie lose Rostpartikel mit einer Drahtbürste und reinigen Sie das Werkzeug mit Bremsenreiniger oder Aceton von Öl und Fettfilmen. Fett auf der Oberfläche verklebt mit dem Strahlmittel und verringert die Reinigungswirkung erheblich.

2. Empfindliche Bereiche schützen

Bei Werkzeugen mit Kunststoffgriffen oder Gummiüberzügen umwickeln Sie die Griffzonen mit Klebeband. Messskalen auf Drehmomentschlüsseln und Schieblehren ebenfalls abkleben.

3. Strahlen in der Kabine

Werkzeug strahlen Sie idealerweise in einer Strahlkabine mit Sichtfenster. Halten Sie das Werkstück mit der einen Hand, führen Sie die Düse mit der anderen. Beginnen Sie an einer unauffälligen Stelle, um Druck und Abstand zu justieren.

4. Kontrolle und Nachbehandlung

Prüfen Sie nach dem Strahlen, ob alle Roststellen entfernt sind — besonders in Gravuren und an Gelenken. Tragen Sie unmittelbar danach ein Korrosionsschutzöl (z. B. Kamelienöl oder Ballistol) auf die Metalloberfläche auf. Ungeschütztes gestrahltes Werkzeug beginnt bei normaler Raumluft innerhalb weniger Stunden zu oxidieren.

Tipps für die Werkzeug-Restaurierung

  1. Chargenweise arbeiten: Sammeln Sie 10–20 Werkzeuge und strahlen Sie diese nacheinander in einer Sitzung. Das Einrichten der Strahlkabine dauert länger als das eigentliche Strahlen — Batchverarbeitung maximiert Ihre Effizienz.
  1. Gelenke öffnen: Zangengelenke soweit möglich öffnen oder sogar demontieren. So erreichen Sie die Lagerflächen, die sonst unter der Drehachse verborgen bleiben — ein häufiger Korrosionsherd.
  1. Herstellerprägungen bewahren: Strahlen Sie historische Werkzeuge mit besonders feiner Fraktion (0,1–0,4 mm) und reduziertem Druck (2,5 bar). So bleiben eingestanzte Markierungen, Größenangaben und Herstellerzeichen sichtbar.
  1. Vorher-Nachher dokumentieren: Besonders bei antiken Werkzeugen lohnt sich die Fotodokumentation. Die Transformation vom verrosteten Flohmarkt-Fund zum glänzenden Werkstück ist erstaunlich — und ein idealer Social-Media-Inhalt für Restaurierungs-Enthusiasten.

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