Tank strahlen — Behälter und Silos entrosten mit Kupferschlacke
Das Strahlen von Stahltanks, Druckbehältern und Silos mit Kupferschlacke gewährleistet die vorschriftsmäßige Oberflächenvorbereitung für Innen- und Außenbeschichtungen gemäß den geltenden Regelwerken. Ob Heizöltank, Chemie-Lagerbehälter oder Futtermittelsilo — die scharfkantige Kornstruktur des Eisensilikat-Granulats arbeitet auch in Behälterinnenwänden zuverlässig, während der niedrige Chloridgehalt eine salzfreie Oberfläche garantiert.
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Anforderungen beim Behälter-Strahlen
Industrielle Behälter unterliegen je nach Einsatzzweck verschiedenen Regelwerken, die konkrete Anforderungen an die Oberflächenvorbereitung stellen:
- Heizöltanks: Oberflächengüte SA 2.5 für Innenbeschichtungen nach TRbF (Technische Regeln für brennbare Flüssigkeiten)
- Druckbehälter: Vorbereitung nach AD-Merkblatt HP 401 — metallisch blanke Oberfläche für Schweißnahtprüfung
- Lebensmittel-/Futtermittelsilos: Oberflächengüte SA 2.5 mit anschließender Lebensmittel-konformer Beschichtung
- Chemie-Lagerbehälter: Häufig SA 3 gefordert für CFK- oder GFK-Innenbeschichtungen
Kupferschlacke erfüllt die Anforderungen aller genannten Bereiche. Besonders der garantiert niedrige Chloridgehalt unter 25 ppm macht sie für Behälter mit Innenbeschichtung zur sicheren Wahl — chloridhaltige Rückstände verursachen osmotische Unterwanderung von Beschichtungen.
Strahlparameter für Tanks und Behälter
| Parameter | Tank außen | Tank innen | Silo innen |
|---|---|---|---|
| Fraktion | 0,5–1,4 mm | 0,2–0,5 mm | 0,5–1,0 mm |
| Strahldruck | 6–8 bar | 4–6 bar | 5–7 bar |
| Düsendurchmesser | 10–12 mm | 8–10 mm | 8–10 mm |
| Strahlabstand | 300–450 mm | 200–350 mm | 250–400 mm |
| Strahlwinkel | 65–85° | 50–80° | 60–80° |
| Erreichbare Rautiefe | 55–100 µm | 30–55 µm | 50–75 µm |
| Verbrauch ca. | 15–25 kg/m² | 10–18 kg/m² | 12–20 kg/m² |
Beim Innenstrahlen von Tanks gelten besondere Sicherheitsvorschriften: Der Behälter gilt als enger, umschlossener Raum. Ein Sicherungsposten außerhalb, Frischluft-Atemschutz und eine Rettungsausrüstung sind obligatorisch.
Arbeitsablauf beim Tank-Innenstrahlen
Vorbereitung
Vor dem Einstieg in den Tank muss dieser vollständig entleert, gereinigt und gasfrei gemessen sein (Explosimeter-Freigabe). Resthaftendes Produkt — Ölschlämme, Futterstaub, Chemikalienreste — wird zunächst mechanisch oder mit Heißwasser entfernt.
Strahltechnik im Behälterinneren
Bei zylindrischen Tanks arbeiten Sie in horizontalen Bahnen von oben nach unten. So fällt verbrauchtes Strahlmittel nach unten und behindert nicht die Arbeit an den noch unbehandelten Flächen. Mannloch-Öffnungen dienen gleichzeitig als Zugang und Belüftungsöffnung — platzieren Sie den Zuluftventilator gegenüber dem Mannloch.
Behälterboden besonders beachten
Der Tankboden ist in der Regel am stärksten korrodiert — hier sammelt sich Kondenswasser und Produktrest. Planen Sie für den Bodenbereich 30–40 % mehr Kupferschlacke-Verbrauch als für die Mantelwand ein.
Besonderheiten verschiedener Behältertypen
Erdtanks und doppelwandige Behälter: Bei doppelwandigen Heizöltanks ist nur die Innenwand zugänglich. Der Einstieg durch das Mannloch (DN 600) ist beengt — verwenden Sie eine kurze, leichte Strahlpistole und arbeiten Sie in Schichten von maximal 30 Minuten wegen der Staubbelastung.
Stehende Zylindersilos: Silos mit großem Durchmesser (ab 3 m) können von einem fahrbaren Gerüst im Inneren bearbeitet werden. Kupferschlacke der mittleren Körnung (0,5–1,0 mm) eignet sich hier optimal — Deckelfläche und Konus separat bearbeiten.
Druckbehälter nach PED: Behälter gemäß Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU erfordern vor der Schweißnaht-Prüfung eine Oberflächengüte von mindestens SA 2.5. Kupferschlacke bereitet die Nahtzone sauber vor, ohne die Nahtwurzel zu beschädigen.
Praxistipps für das Behälter-Strahlen
- Strahlmittel-Absaugung im Behälter installieren: Ohne kontinuierliche Absaugung steigt verbrauchte Kupferschlacke im Behälterinneren schnell bis über Knöchelhöhe. Ein Industriesauger mit 5.000 m³/h saugt das verbrauchte Granulat parallel zum Strahlen ab.
- Beleuchtung ist entscheidend: Im Behälterinneren fehlt Tageslicht. Verwenden Sie explosionsgeschützte LED-Strahler (ATEX-Zulassung bei ehemaligen Brennstoff-Tanks) und beleuchten Sie die Strahlfläche im flachen Winkel — so werden verbliebene Roststellen und Fehlstellen sofort sichtbar.
- Temperatur überwachen: Strahlen Sie nicht bei Oberflächentemperaturen unter dem Taupunkt. Kondenswasser auf frisch gestrahltem Stahl verursacht innerhalb von Minuten Flugrost — besonders problematisch in kühlen Behälterinnenwänden.
- Kleinflächen mit Injektorpistole: Für Stutzenbereiche, Mannlochrahmen und Einbauten eignet sich eine handliche Injektorstrahlpistole besser als das schwere Druckstrahlgerät. Feine Kupferschlacke (0,2–0,5 mm) und 3–4 bar Druck genügen für diese Detailarbeit.
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