Kupferschlacke Strahlmittel — Anwendung

Schiffsaufbauten strahlen mit Kupferschlacke — Decks, Masten und Aufbauten über der Wasserlinie

Schiffsaufbauten strahlen mit Kupferschlacke umfasst die Oberflächenvorbereitung aller Stahlstrukturen über der Wasserlinie — Decksaufbauten, Masten, Schornsteine, Ladeluken, Winden und Davits. Diese…

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Schiffsaufbauten strahlen mit Kupferschlacke umfasst die Oberflächenvorbereitung aller Stahlstrukturen über der Wasserlinie — Decksaufbauten, Masten, Schornsteine, Ladeluken, Winden und Davits. Diese Konstruktionen sind Salzsprühnebel, UV-Strahlung und mechanischer Beanspruchung permanent ausgesetzt und benötigen daher regelmäßige Korrosionsschutz-Erneuerung. Kupferschlacke liefert als chloridarmes Einweg-Strahlmittel das ideale Oberflächenprofil für maritime Hochleistungsbeschichtungen nach NORSOK M-501 oder ISO 12944 C5-M.

Unterschied zum Unterwasserschiff-Strahlen

Während das Unterwasserschiff primär von Antifouling und Bewuchs befreit wird, stellen Aufbauten andere Herausforderungen:

Aspekt Unterwasserschiff Aufbauten
Hauptbelastung Dauertauchung, Bewuchs Salzsprühnebel, UV, mechanisch
Beschichtungstyp Antifouling (SPC/CDP) PU-Deckbeschichtung, Epoxid
Reinheitsgrad SA 2.5 SA 2.5 (Deck: teilweise SA 3)
Strahlmittelwahl Grob (0,5–2,0 mm) Mittel (0,5–1,0 mm)
Geometrie Große Radien Komplexe Formen, Ecken, Schweißnähte

Empfohlene Parameter nach Bauteil

Bauteil Fraktion Strahldruck Düsenabstand Besonderheiten
Decksflächen 0,5–1,0 mm 6–7 bar 15–20 cm Rutschhemmende Profile schonen
Schornstein 0,5–1,0 mm 6–7 bar 15–25 cm Hitzeresistente Altbeschichtung
Masten und Antennenträger 0,5–1,0 mm 5–6 bar 15–20 cm Rund-um-Zugang sicherstellen
Ladeluken-Sülle 0,5–1,0 mm 6–7 bar 10–15 cm Dichtflächen sorgfältig strahlen
Davits und Krane 0,5–1,0 mm 6–7 bar 15–20 cm Seilführungen abdecken
Schanzkleider 0,5–1,0 mm 6–7 bar 15–20 cm Wasserablauf-Öffnungen freihalten

Schritt-für-Schritt: Aufbauten instand setzen

1. Bauteile identifizieren und priorisieren

Erstellen Sie einen Strahlplan mit allen zu bearbeitenden Flächen und deren Korrosionszustand. Priorisieren Sie nach Schadensgrad — stark korrodierte Bereiche zuerst, damit die Beschichtung ohne Zeitdruck aufgetragen werden kann.

2. Empfindliche Ausrüstung schützen

Navigationsantennen, Radargeräte, Fenster, elektrische Anschlüsse und hydraulische Komponenten müssen vor dem Strahlmittel geschützt werden. Verwenden Sie Sperrholzplatten, Schaumstoff und Gewebeklebeband.

3. Altbeschichtung und Rost strahlen

Arbeiten Sie sektionsweise von oben nach unten. Am Schornstein beginnen, dann Masten, Aufbauten und zuletzt die Decksflächen. So fällt verbrauchtes Strahlmittel auf noch unbearbeitete Flächen und muss nur einmal aufgekehrt werden.

4. Schweißnähte und Kanten besonders beachten

An Schweißnähten und scharfen Kanten platzt die Beschichtung zuerst ab. Strahlen Sie diese Bereiche mit erhöhter Sorgfalt und prüfen Sie die Kantenverrundung — scharfe Kanten unter 2 mm Radius sollten vor der Beschichtung gebrochen werden, damit der Lack nicht abreißt.

5. Rauheitsprofil und Salzbelastung messen

Messen Sie die Rautiefe (Rz 50–75 µm typisch) und die Salzbelastung der Oberfläche (Bresle-Test). Maritime Beschichtungshersteller geben maximale Salzkonzentrationen vor — überschreiten Sie diese, muss die Fläche mit Süßwasser nachgewaschen werden.

6. Mehrschicht-Beschichtungssystem auftragen

Typisches System für Aufbauten: Epoxid-Grundierung (150 µm) + Epoxid-Zwischenbeschichtung (150 µm) + Polyurethan-Deckbeschichtung (50 µm). Die PU-Deckschicht bietet UV-Beständigkeit und Farbhaltung.

Häufig gestellte Fragen

Standard ist SA 2.5 nach DIN EN ISO 8501-1. Für besonders exponierte Bereiche wie Decksflächen und Schanzkleider verlangen einige Klassifikationsgesellschaften (DNV, Lloyd’s) SA 3. Prüfen Sie die Anforderungen in der Schiffsklasse-Spezifikation.

Strahlarbeiten auf See oder im Hafen erfordern abgesperrte Bereiche, Warnschilder und Koordination mit dem Schiffsbetrieb. Alle Lüftungsöffnungen in der Nähe müssen verschlossen werden, um das Eindringen von Strahlstaub in Wohnbereiche zu verhindern. Der Strahlende trägt Vollschutzausrüstung mit Frischluftversorgung.

Ja, allerdings mit deutlich reduzierten Parametern. Aluminium-Aufbauten moderner Yachten und Marineschiffe erfordern die feine Fraktion (0,2–0,5 mm) bei maximal 4 bar. Mischen Sie nicht die Arbeitsbereiche — Kupferschlacke-Reste auf Aluminiumflächen können bei Feuchtigkeit galvanische Korrosion auslösen.

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