Kupferschlacke Strahlmittel — Anwendung

Metallmöbel strahlen — Stahlmöbel und Industriemöbel restaurieren mit Kupferschlacke

Vintage-Stahlmöbel, Industriespinde und alte Werkbänke erleben dank des Industrial-Design-Trends eine Renaissance. Kupferschlacke als Strahlmittel verwandelt verrostete Fundstücke in wertvolle…

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Vintage-Stahlmöbel, Industriespinde und alte Werkbänke erleben dank des Industrial-Design-Trends eine Renaissance. Kupferschlacke als Strahlmittel verwandelt verrostete Fundstücke in wertvolle Einrichtungsgegenstände — die feine bis mittlere Fraktion entfernt jahrzehntealte Lackierungen und Korrosion, ohne die charakteristische Stahlstruktur zu zerstören. Ob Aktenschrank aus dem Werkstattauflösung oder Arztschrank vom Flohmarkt: Nach dem Strahlen zeigt sich das Metall in seinem ursprünglichen Zustand.

Wortanzahl: ~660

Warum Metallmöbel strahlen statt schleifen?

Metallmöbel besitzen komplexe Formen — Scharniere, Lüftungsschlitze, Profilkanten und Falze lassen sich mit Schleifpapier oder Drahtbürste kaum gleichmäßig bearbeiten. Kupferschlacke hingegen erreicht jede Geometrie: Das Strahlgut dringt in Ritzen, Prägungen und Sicken ein und entfernt dort Rost und Altlack genauso gründlich wie auf glatten Flächen.

Weitere Vorteile gegenüber manuellem Schleifen:

  • Zeitersparnis: Ein kompletter Stahlschrank ist in 1–2 Stunden entlackt — manuell dauert es Tage
  • Gleichmäßigeres Ergebnis: Keine Schleifspuren, keine Rillen, kein ungleicher Materialabtrag
  • Keine Chemie: Anders als beim Ablaugen mit Abbeizer entstehen keine chemischen Abfälle

Strahlparameter für Metallmöbel

Parameter Wert
Fraktion 0,2–0,5 mm (Fein) bis 0,5–1,0 mm (Mittel)
Strahldruck 3–5 bar
Düsendurchmesser 6–8 mm
Strahlabstand 150–300 mm
Strahlwinkel 50–75°
Erreichbare Rautiefe 25–60 µm
Verbrauch ca. 8–15 kg/m²

Metallmöbel bestehen üblicherweise aus 0,8–2,0 mm starkem Stahlblech. Halten Sie den Strahldruck unter 5 bar und verwenden Sie bevorzugt die feine Fraktion, um Dellen in den dünnen Blechwänden zu verhindern.

Verschiedene Möbeltypen und ihre Besonderheiten

Industriespinde und Garderobenschränke

Die typischen Werkstattspinde aus den 1950er bis 1970er Jahren sind aus 1,0–1,2 mm Stahlblech gefertigt. Strahlen Sie mit der feinen Fraktion (0,2–0,5 mm) bei 3–4 bar. Die Lüftungsschlitze bearbeiten Sie separat mit geringerem Abstand und schrägem Winkel, damit das Strahlmittel in die Schlitze eindringt.

Werkbänke und Arbeitstische

Werkbank-Gestelle sind robuster (Stahlrohr oder Vierkantprofil, 2–4 mm Wandstärke) und vertragen die mittlere Fraktion (0,5–1,0 mm) bei 5 bar problemlos. Arbeitsplatten aus Stahlblech behandeln Sie zurückhaltender — hier gelten die Dünnblech-Parameter.

Aktenschränke und Metallregale

Diese Möbel besitzen oft mehrere Lackschichten übereinander — Grundierung plus zwei bis drei Decklacke. Die feine Kupferschlacke bei 4 bar trägt Schicht für Schicht ab. Planen Sie 20–30 % mehr Strahlmittel als bei einschichtig lackierten Stücken ein.

Arztschränke und Vitrinenschränke

Besonders gefragte Sammlerstücke mit Glasscheiben. Entfernen Sie vor dem Strahlen sämtliche Glasscheiben und Beschläge. Die Verglasungsleisten aus dünnem Winkelprofil strahlen Sie separat mit extra feiner Kupferschlacke (0,1–0,4 mm) bei maximal 3 bar.

Nachbehandlung: Industrial Look vs. Neulackierung

Nach dem Strahlen stehen zwei Wege offen:

Industrial Raw Steel Look: Die gestrahlte Oberfläche wird mit Klarlack oder Wachs konserviert. Der natürliche Stahlton mit seinem matten, leicht rauen Charakter ist der Inbegriff des Industrial-Designs. Verwenden Sie matten Klarlack auf PU-Basis für dauerhafte Versiegelung.

Neulackierung in Wunschfarbe: Die gestrahlte Oberfläche bietet die perfekte Grundlage für Grundierung und Decklack. Fahren Sie mit einer Epoxid-Grundierung auf und lackieren Sie nach Wunsch — die Haftung auf der aufgerauten Kupferschlacke-Oberfläche ist hervorragend.

Praxistipps für Möbel-Restaurierer

  1. Beschläge und Griffe vorher entfernen: Scharniere, Griffe und Schlösser demontieren Sie komplett. Diese Kleinteile strahlen Sie separat in einem Drahtkorb — oder ersetzen Sie durch neue Beschläge im passenden Stil.
  1. Innenflächen nicht vergessen: Schrankinnenräume rosten oft stärker als die Außenseiten — Kondenswasser sammelt sich dort unbemerkt. Strahlen Sie die Innenflächen mit derselben Sorgfalt wie die Sichtseiten.
  1. Dünne Stellen mit Magnet prüfen: Halten Sie vor dem Strahlen einen Magneten an verdächtige Stellen. Falls das Blech bereits durchgerostet ist, hilft Strahlen nicht mehr — solche Bereiche müssen ausgeschnitten und eingeschweißt werden.
  1. Strahlkabine statt Freiluft: Metallmöbel strahlen Sie in einer Kabine, um die Umgebung vor Staubemission zu schützen. Ein 2 × 2 × 2 m Kabinenaum reicht für die meisten Schränke und Regale aus.

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