Kupferschlacke Strahlmittel — Anwendung

Maschinenteile strahlen — Instandsetzung mit Kupferschlacke

Die Instandsetzung von Maschinenteilen beginnt mit einer gründlichen Oberflächenvorbereitung. Kupferschlacke entfernt Betriebsverunreinigungen, Korrosionsprodukte und defekte Altbeschichtungen von…

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Die Instandsetzung von Maschinenteilen beginnt mit einer gründlichen Oberflächenvorbereitung. Kupferschlacke entfernt Betriebsverunreinigungen, Korrosionsprodukte und defekte Altbeschichtungen von Zahnrädern, Wellen, Gehäusen und Lagerböcken — und schafft damit die Grundlage für eine zuverlässige Neubeschichtung oder visuelle Prüfung. Im Maschinen- und Anlagenbau hat sich Eisensilikat-Granulat als wirtschaftliche Alternative zu teureren Strahlmitteln etabliert.

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Welche Maschinenteile eignen sich zum Strahlen?

In der industriellen Instandhaltung fallen vielfältige Bauteile an, die durch Strahlen aufbereitet werden. Kupferschlacke bewährt sich besonders bei:

  • Zahnräder und Ritzel: Entfernung von Korrosion und Betriebsrückständen aus den Zahnflanken und Zahnfußrundungen
  • Wellen und Achsen: Reinigung der zylindrischen Oberflächen vor der zerstörungsfreien Prüfung (Rissprüfung)
  • Maschinengehäuse: Entlacken und Entrosten von Getriebegehäusen, Pumpengehäusen, Kompressorgehäusen
  • Lagerböcke und Lagerschilden: Vorbereitung für Neubeschichtung nach dem Lagertausch
  • Grundplatten und Maschinenbetten: Großflächige Entrostung bei der Generalüberholung

Nicht geeignet: Präzisionsflächen wie Gleitführungen, Lagersitze und gedichtete Passflächen — hier ist der Materialabtrag durch Strahlen nicht kontrollierbar genug. Diese Bereiche vor dem Strahlen zuverlässig abkleben oder abdecken.

Strahlparameter für Maschinenteile

Bauteilgruppe Fraktion Druck Düse Abstand Rautiefe Rz
Zahnräder (Modul > 4) 0,2–0,5 mm 4–5 bar 6–8 mm 150–250 mm 30–50 µm
Wellen (Ø > 60 mm) 0,2–0,5 mm 3–5 bar 6–8 mm 150–300 mm 25–45 µm
Gehäuse (Guss/Stahl) 0,5–1,0 mm 5–7 bar 8–10 mm 200–350 mm 45–75 µm
Lagerböcke 0,5–1,0 mm 5–6 bar 8–10 mm 200–350 mm 45–70 µm
Grundplatten 0,5–1,4 mm 6–7 bar 10–12 mm 250–400 mm 55–90 µm

Besonderheiten bei der Maschinenteile-Bearbeitung

Betriebsmedien restlos entfernen

Maschinenteile sind häufig mit Öl, Fett, Kühlschmierstoffen oder Hydraulikflüssigkeit kontaminiert. Diese Medien müssen vor dem Strahlen vollständig entfernt werden — andernfalls verklumpt die Kupferschlacke mit den Fettfilmen und hinterlässt eine schmierige, nicht haftfähige Oberfläche.

Reinigen Sie kontaminierte Teile vorab in einem Teilewaschgerät mit alkalischem Reiniger oder durch Dampfstrahlen. Ölgetränkte Gussteile benötigen häufig eine mehrstündige Einwirkzeit im Reinigungsbad.

Passungen und Funktionsflächen schützen

Lagersitze, Dichtflächen, Führungsbahnen und Gewinde dürfen nicht angestrahlt werden. Verwenden Sie Silikon-Stopfen für Gewindebohrungen, selbstklebende Maskierfolien für Dichtflächen und Blechkappen für Lagersitze. Die Investition in ordentliche Abdeckmaterialien spart teure Nacharbeit.

Rissprüfung nach dem Strahlen

Bei sicherheitsrelevanten Maschinenteilen — Kurbelwellen, Turbinenräder, Druckgehäuse — folgt nach dem Strahlen eine zerstörungsfreie Prüfung. Die durch Kupferschlacke erzeugte Oberfläche eignet sich hervorragend für Magnetpulverprüfung (MT) und Farbeindringprüfung (PT): Die gleichmäßige Rautiefe ermöglicht kontraststarke Anzeigen ohne Scheinanzeigen durch Oberflächenrauheit.

Wirtschaftlichkeit: Kupferschlacke vs. Alternativen

Für die Instandsetzung von Maschinenteilen stehen verschiedene Strahlmittel zur Verfügung. Im direkten Vergleich:

Kriterium Kupferschlacke Korund Stahlkies
Anschaffungskosten Niedrig Hoch Mittel
Aufbereitung nötig Nein (Einweg) Ja Ja
Staubentwicklung Gering Mittel Gering
Oberflächenqualität Sehr gut Sehr gut Gut
Eisenkontamination Keine (Silikat) Keine Ja
Eignung Einzelteile Ideal Unwirtschaftlich Unwirtschaftlich

Für die typische Instandsetzungswerkstatt, die Einzelteile oder Kleinstserien bearbeitet, ist Kupferschlacke als Einwegstrahlmittel die wirtschaftlichste Lösung — keine Investition in Aufbereitungsanlagen, keine Kontaminationsprobleme durch Mischnutzung.

Praxistipps für die Maschinenteile-Instandsetzung

  1. Bauteile auf Drehtisch lagern: Schwere Maschinenteile positionieren Sie auf einem Drehtisch in der Strahlkabine. So erreichen Sie alle Seiten des Werkstücks, ohne es umlagern zu müssen — das spart Zeit und reduziert Unfallrisiken.
  1. Innenbereiche mit Winkeldüse bearbeiten: Gehäuseinnenräume, Ölkanäle und Hohlräume erreichen Sie mit einer 45°-Winkeldüse. Kupferschlacke der feinen Fraktion (0,2–0,5 mm) prallt an den Innenwänden ab und bearbeitet auch verdeckte Flächen.
  1. Dokumentation für die Revisionsakte: In der industriellen Instandhaltung gehört die Dokumentation der Oberflächenvorbereitung in die Revisionsakte des Bauteils. Notieren Sie: Strahlmitteltyp, Fraktion, Druck, erreichte Rautiefe und Datum.
  1. Bauteile nach Werkstoff sortieren: Strahlen Sie Aluminium- und Stahlteile nicht in derselben Kabine ohne Reinigung dazwischen. Kupferschlacke-Rückstände von der Stahlbearbeitung können auf Aluminiumteilen galvanische Korrosion fördern.

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