Kupferschlacke Strahlmittel — Anwendung

Laternen strahlen mit Kupferschlacke — Straßenlaternen und Kandelaber entrosten

Laternen strahlen mit Kupferschlacke ist die wirtschaftlichste Methode, kommunale Straßenlaternen und historische Kandelaber von Rost und abblätterndem Lack zu befreien. Gusseiserne Zierlaternen in…

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Laternen strahlen mit Kupferschlacke ist die wirtschaftlichste Methode, kommunale Straßenlaternen und historische Kandelaber von Rost und abblätterndem Lack zu befreien. Gusseiserne Zierlaternen in Altstädten, verzinkte Stahlmasten an Hauptstraßen und schmiedeeiserne Parkleuchten unterliegen permanenter Witterungsbelastung und müssen im Rahmen der kommunalen Instandhaltung regelmäßig aufgearbeitet werden. Ein einzelner Laternenmast lässt sich mit der mittleren Kupferschlacke-Fraktion (0,5–1,0 mm) in 30–60 Minuten vollständig entrosten und für die Neubeschichtung vorbereiten.

Laternentypen und deren Anforderungen

Laternentyp Material Fraktion Strahldruck Besonderheiten
Gusslaterne (historisch) Grauguss 0,5–1,0 mm 5–6 bar Feine Ornamente schonend behandeln
Kandelaber (Jugendstil) Gusseisen, teils vergoldet 0,2–0,5 mm 3–4 bar Vergoldete Elemente maskieren
Stahlrohr-Peitschenleuchte Stahlrohr verzinkt 0,5–1,0 mm 6–7 bar Fußpunkt besonders rostgefährdet
Stahlgittermast Stahl-Gitterwerk 0,5–1,0 mm 6–7 bar Viele Knotenbleche und Winkel
Poller-Leuchte Stahl/Alu 0,2–0,5 mm 4–5 bar Kompakte Bauform, schnell gestrahlt

Besondere Herausforderungen bei Straßenlaternen

Arbeiten im öffentlichen Raum

Laternenstrahlen findet auf Gehwegen und an Straßen statt. Der Arbeitsbereich muss mit Bauzaun und Warnbeschilderung abgesperrt werden. Strahlmittel und Farbstaub dürfen nicht auf Gehwege, Grünflächen oder Fahrbahnen gelangen — ein Bodenplanen-System mit Randbegrenzung ist Pflicht.

Elektrik und Leuchtmittel schützen

Klemmen Sie die Laterne vor Arbeitsbeginn stromlos. Leuchtenkopf, Anschlussdose und Kabeleinführung werden mit Folie und Klebeband abgedichtet. Kupferschlacke-Partikel in elektrischen Kontakten verursachen Kurzschlüsse und Korrosion.

Denkmalschutz beachten

Historische Kandelaber und Gusslaternen stehen häufig unter Denkmalschutz. Stimmen Sie das Strahlverfahren und die geplante Neubeschichtung mit der Denkmalbehörde ab. Das Niederdruck-Strahlverfahren mit feiner Kupferschlacke wird in der Regel genehmigt.

Schritt-für-Schritt: Straßenlaterne strahlen

1. Laterne stromlos schalten und sichern

Lassen Sie die Laterne vom zuständigen Energieversorger stromlos schalten. Sichern Sie den Arbeitsbereich mit Absperrungen und Warnschildern. Bei Masten über 4 Meter Höhe ist eine Hubarbeitsbühne erforderlich.

2. Leuchtenkopf abmontieren oder abdecken

Wenn möglich, nehmen Sie den Leuchtenkopf ab und strahlen Sie ihn separat in einer geschützten Umgebung. Ist der Leuchtenkopf fest montiert, decken Sie Glas, Reflektor und Fassung gründlich ab.

3. Mastfuß besonders gründlich behandeln

Der Übergang zwischen Mast und Fundament ist die kritischste Roststelle. Hier sammelt sich Wasser und Streusalz. Strahlen Sie den Fußbereich mit erhöhtem Druck und gröberer Körnung, um festsitzenden Rost aus Narben und Spalten zu lösen.

4. Schaft und Ausleger strahlen

Arbeiten Sie von oben nach unten in gleichmäßigen Bahnen. Bei Peitschenleuchten den Auslegerarm besonders beachten — an der Unterseite des Auslegers sammelt sich Kondenswasser und fördert die Korrosion.

5. Oberfläche prüfen und Grundierung auftragen

Kontrollieren Sie die Wandstärke an verdächtigen Stellen mit einem Ultraschall-Dickenmessgerät. Stark korrodierte Masten mit weniger als 2 mm Restwandstärke müssen aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden. Intakte Masten sofort grundieren.

6. Deckbeschichtung im Originalfarbton

Kommunale Laternen werden typischerweise in RAL 6009 (Tannengrün), RAL 7016 (Anthrazitgrau) oder RAL 9005 (Tiefschwarz) beschichtet. Verwenden Sie eine witterungsbeständige Zweikomponenten-Beschichtung für maximale Standzeit.

Häufig gestellte Fragen

Mit einem Zwei-Personen-Team und Hubarbeitsbühne sind 6–10 Standard-Peitschenleuchten pro Tag realistisch. Historische Gusslaternen mit Ornamenten benötigen mehr Zeit — rechnen Sie mit 3–5 Stück pro Tag. Die Beschichtung erfolgt idealerweise direkt im Anschluss.

Ja, die meisten Laternen werden vor Ort am stehenden Mast gestrahlt. Dies spart die erheblichen Kosten für Demontage, Transport und Wiedermontage. Voraussetzung ist ein mobiler Kompressor mit ausreichender Leistung (mindestens 3.000 l/min) und eine Hubarbeitsbühne für hohe Masten.

Der reine Strahlmittelverbrauch liegt bei 5–15 kg Kupferschlacke pro Laterne (ein Bruchteil eines 25-kg-Sacks). Die Gesamtkosten inklusive Beschichtung, Gerüst und Arbeitslohn liegen deutlich unter den Kosten eines Laternen-Neukaufs mit Montage — eine Aufarbeitung kostet typischerweise 30–50 % eines Neukaufs.

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