Kupferschlacke Strahlmittel — Anwendung

Kleinteile strahlen — Schrauben, Beschläge und Schüttgut mit Kupferschlacke bearbeiten

Das Strahlen von Kleinteilen wie Schrauben, Muttern, Scharnieren und Beschlägen wird durch Trommelstrahlen oder Muldenband-Verfahren zur effizienten Massenbearbeitung. Kupferschlacke eignet sich…

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Das Strahlen von Kleinteilen wie Schrauben, Muttern, Scharnieren und Beschlägen wird durch Trommelstrahlen oder Muldenband-Verfahren zur effizienten Massenbearbeitung. Kupferschlacke eignet sich durch ihre gleichmäßige Kornverteilung und scharfkantige Struktur ideal für die Chargenbearbeitung — hunderte Teile in einem Durchgang werden gleichzeitig entrostet, entgratet und für die Nachbehandlung vorbereitet.

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Verfahren für das Kleinteile-Strahlen

Einzelnes Strahlen von Schrauben und Beschlägen mit der Handpistole wäre völlig unwirtschaftlich. Stattdessen kommen spezielle Verfahren für die Massenbearbeitung zum Einsatz:

Trommelstrahlen (Muldenbandstrahler)

Die Teile werden in eine rotierende Trommel oder auf ein Muldenband gegeben. Während sich die Charge langsam umwälzt, treffen Strahlmittel-Strahlen aus mehreren Düsen auf die frei liegenden Oberflächen. Durch die kontinuierliche Umwälzung wird jede Seite jedes Teils erreicht — ohne manuelles Wenden.

Drahtbandstrahlen

Kleinteile liegen auf einem durchlässigen Drahtband und werden unter einer Strahlstation hindurchgeführt. Dieses Verfahren eignet sich für flache Teile wie Unterlegscheiben, Blechtafeln und Stanzbauteile, die sich nicht ineinander verhaken sollen.

Hängebahnstrahlen (für größere Serien)

Bauteile werden an Haken auf einer Hängebahn durch eine Strahlkammer geführt. Für Beschläge, Scharniere und Türgriffe ist dieses Verfahren ab mittleren Stückzahlen rentabel.

Strahlparameter für Kleinteile

Parameter Trommelstrahlen Handstrahlen (Kabine)
Fraktion 0,2–0,5 mm (Fein) 0,1–0,4 mm (Extra fein)
Strahldruck 3–5 bar 2–4 bar
Düsendurchmesser 8–10 mm (Schleuderrad) 4–6 mm
Strahlabstand Trommelgeometrie 80–150 mm
Erreichbare Rautiefe 25–50 µm 15–35 µm
Durchlaufzeit 3–8 Min./Charge 1–3 Min./Teil
Verbrauch ca. 2–5 kg/kg Bauteile 0,2–0,5 kg/Teil

Typische Kleinteil-Anwendungen

Verbindungselemente: Schrauben und Muttern

Rostige Schraubensammlungen aus Werkstattauflösungen oder Altmaschinen-Demontagen lassen sich im Trommelstrahler in wenigen Minuten aufbereiten. Die feine Kupferschlacke reinigt Gewinde bis in die Gangtiefe — nach dem Strahlen sind die Gewinde sauber und die Schrauben wiederverwendbar.

Beschläge und Scharniere

Türbeschläge, Fensterbänder, Kistenverschlüsse und Möbelscharniere aus der Restaurierung werden chargenweise gestrahlt. Kupferschlacke entfernt Altlack, Patina und Korrosion gleichmäßig von Ornamentflächen und Funktionsteilen zugleich.

Kettenteile und Haken

Kettenglieder, Karabiner und Lasthaken für die Instandsetzung im Hebetechnik-Bereich werden vor der Rissprüfung gestrahlt. Die durchgängig gleichmäßige Oberflächenreinigung ist Voraussetzung für eine aussagekräftige Magnetpulverprüfung.

Stanzteile und Blechformteile

Gestanzte Halterungen, Winkel und Abdeckungen aus der Serienfertigung erhalten durch Kupferschlacke-Strahlen die notwendige Haftgrundlage für Pulverbeschichtung oder Galvanisierung.

Wichtige Hinweise zum Trommelstrahlen

Teilegröße beachten: Teile unter 5 mm Größe (z. B. Madenschrauben, Stifte) können durch das Absaugsystem verloren gehen. Verwenden Sie für solche Miniatur-Bauteile ein feinmaschiges Drahtkörbchen innerhalb der Trommel.

Empfindliche Gewinde schützen: Bei Feingewinde-Schrauben (M6 und kleiner) kann aggressives Trommelstrahlen die Gewindegänge geringfügig abrunden. Reduzieren Sie den Strahldruck auf 3 bar und verwenden Sie die extra feine Fraktion (0,1–0,4 mm), wenn Gewinde-Passgenauigkeit kritisch ist.

Materialtrennung: Strahlen Sie Stahl- und Messingteile nicht gemeinsam in einer Charge. Kupferschlacke-Partikel, die von Stahlteilen abprallen, können Messingoberflächen eindrücken und Fehlstellen verursachen.

Praxistipps für das Kleinteile-Strahlen

  1. Vorwaschen spart Strahlmittel: Ölhaltige Kleinteile — etwa Schrauben aus der Motordemontage — vorab im Ultraschallreiniger oder Kaltreiniger-Bad entfetten. Fettige Teile verkleben in der Trommel und das Strahlergebnis wird fleckig.
  1. Chargengrößen begrenzen: Befüllen Sie die Strahltrommel maximal zu einem Drittel. Überladung verhindert die freie Umwälzung und führt zu ungleichmäßiger Bearbeitung — die unteren Teile bleiben ungestrahlt.
  1. Kupferschlacke nach Chargen wechseln: Im Trommelstrahler verschleißt das Strahlmittel schneller als beim Handstrahlen, da es ständig zwischen den Werkstücken zerrieben wird. Wechseln Sie die Kupferschlacke-Füllung nach 3–5 Chargen oder wenn die Korngröße sichtbar abnimmt.
  1. Nachbehandlung nicht vergessen: Gestrahlte Kleinteile rosten aufgrund ihrer großen Oberfläche im Verhältnis zum Volumen extrem schnell. Tauchen Sie die gestrahle Charge direkt in ein Korrosionsschutzöl-Bad oder leiten Sie sie unmittelbar in die Beschichtungsanlage.

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