Gleisanlagen strahlen mit Kupferschlacke — Schienen, Weichen und Signalmasten instand halten
Gleisanlagen strahlen mit Kupferschlacke umfasst die Korrosionsschutz-Vorbereitung von Schienenwegen-Infrastruktur — Signalbrücken, Oberleitungsmasten, Weichenheizungskästen, Kabelkanäle und Bahnbrücken-Stahlkonstruktionen. Während die Schienenoberfläche selbst durch den Zugverkehr blank gehalten wird, korrodieren die stählernen Nebenanlagen der Eisenbahn-Infrastruktur in der freien Witterung. Das Strahlen mit Kupferschlacke erreicht an diesen oft schwer zugänglichen Konstruktionen den Reinheitsgrad SA 2.5 und bereitet sie für langlebige Korrosionsschutzsysteme nach dem Anforderungsprofil der DB Netz AG vor.
Typische Gleisanlagen-Komponenten
| Komponente | Konstruktion | Fraktion | Strahldruck | Korrosionsklasse |
|---|---|---|---|---|
| Signalbrücke | Gitterfachwerk, verschraubt | 0,5–1,0 mm | 6–7 bar | C3–C4 |
| Oberleitungsmast | Stahlrohr oder Gittermast | 0,5–1,0 mm | 5–6 bar | C3 |
| Weichenstellwerk (alt) | Stahlgehäuse | 0,5–1,0 mm | 5–6 bar | C3 |
| Bahnübergangs-Schranke | Stahlprofil, Gegengewicht | 0,5–1,0 mm | 5–6 bar | C3 |
| Bahnsteigüberdachung | Stahlträger, Gussstützen | 0,5–1,0 mm | 5–6 bar | C3 |
| Gleisbrücke (Stahl) | Vollwand- oder Fachwerkträger | 0,5–2,0 mm | 7–8 bar | C4–C5 |
| Kabelkanal-Deckel | Stahl/Gusseisen | 0,5–1,0 mm | 5–6 bar | C3 |
Besonderheiten bei Gleisbauarbeiten
Sperrpausen und Zugverkehr
Arbeiten im Gleisbereich erfordern Sperrpausen, die beim Infrastrukturbetreiber (DB Netz AG oder privater Netzbetreiber) beantragt werden. Die Arbeitszeit innerhalb einer Sperrpause beträgt typischerweise 4–8 Stunden in der Nacht — eine effiziente Arbeitsorganisation ist daher entscheidend.
Erdung und Schutz vor Rückströmen
Fahrstrom-Rückströme über die Schienen können auf benachbarte Metallkonstruktionen übergehen. Stellen Sie sicher, dass der Arbeitsbereich elektrisch sicher ist. Bei elektrifizierten Strecken mit Oberleitung (15 kV AC bzw. 750 V DC) gelten die Sicherheitsvorschriften der DIN VDE 0105-100.
Umweltschutz im Gleisbereich
Das Gleisbett besteht aus Schotter, der Oberflächenwasser direkt in den Untergrund ableitet. Verbrauchtes Strahlmittel muss vollständig aufgefangen werden, um die Bodenverunreinigung zu verhindern — insbesondere wenn Altanstriche Blei oder Chromat enthalten.
Schritt-für-Schritt: Signalbrücke strahlen
1. Sperrpause beantragen und Sicherungsposten stellen
Beantragen Sie die Gleissperrung bei der zuständigen Betriebszentrale. Ein ausgebildeter Sicherungsposten überwacht den Gleisbereich und warnt bei Annäherung von Schienenfahrzeugen auf Nachbargleisen.
2. Gerüst oder Hubarbeitsbühne positionieren
Signalbrücken überspannen ein oder mehrere Gleise in 5–8 Metern Höhe. Der Zugang erfolgt über Leitern am Mastfuß oder per Hubarbeitsbühne, die auf der Straßenseite neben dem Gleis positioniert wird.
3. Auffangsysteme installieren
Spannen Sie engmaschige Auffangnetze unter der Signalbrücke, um herabfallendes Strahlmittel und Altlack-Partikel aufzufangen. Auf dem Gleisbett liegende Kupferschlacke beeinträchtigt die Gleislagequalität nicht, muss aber aus Entsorgungsgründen geborgen werden.
4. Konstruktion sektionsweise strahlen und beschichten
Teilen Sie die Signalbrücke in Abschnitte, die innerhalb einer Sperrpause vollständig gestrahlt und grundiert werden können. Das Deckbeschichten kann ggf. außerhalb der Sperrpause von der Brückenoberseite aus erfolgen.
5. Schraubverbindungen und Knotenbleche besonders behandeln
Verschraubte Gitterfachwerke haben zahlreiche Spalte und Überlappungen, in denen Feuchtigkeit eindringt. Strahlen Sie mit schmaler Düse in die Spalte hinein und prüfen Sie die Schraubenvorspannung bei der Gelegenheit.
6. Dokumentation für den Auftraggeber
Erstellen Sie eine lückenlose Dokumentation: Klimabedingungen, verwendete Strahlparameter, Reinheitsgrad-Prüfung, Rauheitsmessung, Beschichtungsdicke und Trocknungszeiten. Infrastrukturbetreiber fordern normkonforme Protokolle als Gewährleistungsnachweis.
Häufig gestellte Fragen
Auftraggeber sind in der Regel die Eisenbahninfrastrukturunternehmen (DB Netz AG, DB Station&Service oder private Betreiber). Die Vergabe erfolgt über öffentliche Ausschreibungen nach VOB. Auch Museumsbahnen und Werksbahn-Betreiber beauftragen Korrosionsschutzarbeiten an ihren Gleisanlagen.
Alle Personen im Gleisbereich benötigen eine Gleisbereichsschulung nach DB-Richtlinie 132.0103. Der verantwortliche Vorarbeiter muss zusätzlich als Selbstsicherer nach Ril 132 qualifiziert sein. Diese Anforderungen gelten auch für Subunternehmer und deren Mitarbeiter.
Signalbrücken und Oberleitungsmasten haben Lebensdauern von 50–80 Jahren. Eine Korrosionsschutz-Sanierung alle 15–20 Jahre verlängert die Nutzungsdauer erheblich und kostet einen Bruchteil des Neubaus. Für eine Standard-Signalbrücke liegen die Sanierungskosten bei 10–20 % der Neuinvestition.
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