Kupferschlacke Strahlmittel — Anwendung

Container strahlen — Seecontainer und Wohncontainer entrosten mit Kupferschlacke

Seecontainer und Wohncontainer leiden unter extremer Korrosion durch Salzwasser, Kondensfeuchtigkeit und jahrelange Witterungseinflüsse. Kupferschlacke als Strahlmittel entfernt selbst…

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Seecontainer und Wohncontainer leiden unter extremer Korrosion durch Salzwasser, Kondensfeuchtigkeit und jahrelange Witterungseinflüsse. Kupferschlacke als Strahlmittel entfernt selbst mehrschichtigen Seerost und alte Containerbeschichtungen vollflächig — und schafft den perfekten Untergrund für langlebigen Korrosionsschutz. Besonders im Trend des Container-Upcycling zu Büros, Tiny Houses oder Lagerräumen ist professionelles Strahlen der erste unverzichtbare Arbeitsschritt.

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Herausforderungen beim Container-Strahlen

Container aus Cortenstahl (COR-TEN A/B) stellen besondere Anforderungen an die Oberflächenbearbeitung. Die werksseitige Beschichtung ist oft ein Zwei-Komponenten-System aus Zinkphosphat-Grundierung und Alkyd-Decklack. Nach 10–15 Jahren Einsatz auf See bilden sich typischerweise:

  • Flächenkorrosion unter aufgeblätterter Altbeschichtung
  • Lochfraß an mechanisch beanspruchten Stellen (Ecken, Verriegelungen)
  • Salzablagerungen in Sicken und Profilversteifungen der Wellblechwände

Kupferschlacke ist prädestiniert für diese Herausforderung: Die scharfkantige Kornform dringt zuverlässig in die Wellblech-Sicken ein, während der niedrige Chloridgehalt (< 25 ppm) keine zusätzliche Salzkontamination verursacht — bei Seecontainern ein kritischer Faktor.

Strahlparameter für Container

Parameter Außenwände Containerinnenseite
Fraktion 0,5–2,0 mm 0,5–1,0 mm
Strahldruck 7–8 bar 5–6 bar
Düsendurchmesser 10–12 mm 8–10 mm
Strahlabstand 300–450 mm 200–350 mm
Strahlwinkel 70–85° 45–75°
Erreichbare Rautiefe 70–110 µm 50–75 µm
Verbrauch ca. 20–30 kg/m² 15–22 kg/m²

Beim Innenstrahlen von Containern ist die Belüftung entscheidend. Der begrenzte Raum eines 20-Fuß-Containers (ca. 33 m³) erfordert eine Zwangsbelüftung mit mindestens 2.000 m³/h Luftdurchsatz, um die Staubkonzentration unter dem Grenzwert zu halten.

Container-Upcycling: Strahlen als Fundament

Der Umbau gebrauchter Seecontainer zu Wohncontainern, Büros oder Gastronomie-Modulen beginnt stets mit einer vollständigen Entrostung. In unserer Erfahrung scheitern viele Upcycling-Projekte an mangelhafter Oberflächenvorbereitung — die schönste Innenverkleidung nützt nichts, wenn unter der Außenbeschichtung weiter Rost frisst.

Empfohlener Arbeitsablauf für Container-Upcycling:

  1. Zustandsprüfung: Wandstärke mit Ultraschall messen — Containerwandstärke im Neuzustand beträgt 1,6–2,0 mm. Ab 1,2 mm Restwandstärke ist Vorsicht geboten.
  2. Außenstrahlen: Grobe Kupferschlacke (0,5–2,0 mm) bei 7 bar — Wellenform des Bleches erfordert wechselnde Strahlwinkel
  3. Innenstrahlen: Mittlere Körnung (0,5–1,0 mm) bei reduziertem Druck — besondere Sorgfalt an Bodenbereichen
  4. Grundieren: Innerhalb von 4 Stunden nach dem Strahlen Epoxid-Zink-Grundierung auftragen
  5. Beschichten: Mindestens Dreischicht-Aufbau für Container im Außenbereich

Besonderheiten bei verschiedenen Containertypen

20-Fuß-Standardcontainer (ca. 68 m² Gesamtfläche): Planen Sie etwa 1.500–2.000 kg Kupferschlacke ein (60–80 Säcke à 25 kg). Die Arbeit dauert für einen erfahrenen Strahler rund 2–3 Arbeitstage.

40-Fuß-High-Cube (ca. 110 m² Gesamtfläche): Hier benötigen Sie 2.500–3.300 kg Strahlmittel. Die größere Innenhöhe (2,70 m statt 2,39 m) erleichtert allerdings das Innenstrahlen erheblich.

Bürocontainer und Sanitärcontainer: Diese besitzen häufig verzinkte Wandelemente statt Cortenstahl. Hier arbeiten Sie mit feinerer Fraktion (0,2–0,5 mm) und reduziertem Druck (4–5 bar), um das Zinksubstrat nicht abzutragen.

Praxistipps für das Container-Strahlen

  1. Wellblechsicken systematisch bearbeiten: Strahlen Sie die Vertiefungen separat mit steilem Winkel (80–90°). Die erhabenen Bereiche nehmen Sie anschließend im Normalbetrieb mit — so sparen Sie bis zu 20 % Strahlmittel.
  1. Türen und Verschlüsse demontieren: Die schweren Containertüren lassen sich separat strahlen und beschichten. Gleichzeitig erreichen Sie die Türrahmenfalze besser.
  1. Bodenbereich extra prüfen: Der Containerboden aus Stahlquerträgern (Boden-Unterkonstruktion) ist oft stärker korrodiert als die Wände. Hier benötigen Sie eventuell die gröbste Fraktion (1,0–2,0 mm).
  1. Strahlmittelentsorgung planen: Bei einem 20-Fuß-Container fallen ca. 1,5–2 t verbrauchte Kupferschlacke an. Organisieren Sie Absaugung oder Auffang-Container im Voraus.

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