Fahrradrahmen (Stahl) — auch bei mittlerem Rost
Die 0,2–0,8 mm Fraktion ist etwas kräftiger als die 0,2–0,5 mm und eignet sich daher auch für stärker verrostete Stahlrahmen, bei denen die feinere Körnung nicht ausreicht. Sie entfernt Rost, Altlack und Korrosionsreste gründlich, ohne die Wandstärke des Rahmens zu gefährden. Für stark verrostete Fahrradrahmen ist sie häufig die bessere Wahl als die 0,2–0,5 mm.
Wie immer gilt: Lagersitze, Tretlager-Gewinde, Hinterbau-Ausfallenden und Steuersatzaufnahmen vor dem Strahlen abkleben oder mit Stopfen verschließen.
Karosserie (Oldtimer, PKW) — Standard für Restaurierungsarbeiten
Für Karosseriearbeiten an Oldtimern ist 0,2–0,8 mm der Standard bei mittelstarkem Rostbefall. Die Körnung entfernt Altlack und Rost zuverlässig und erzeugt ein Haftprofil für Epoxidprimer. Dünne Karosseriebleche (unter 0,8 mm Wandstärke) sollten mit niedrigem Druck behandelt werden, um Blechverzug zu vermeiden.
Allgemeine Stahlteile — Maschinenteile, Stahlträger, Anhänger
Maschinenteile aus Stahl, Rahmenteile, Anhänger und ähnliche Werkstücke mit mittlerem Rostbefall lassen sich mit 0,2–0,8 mm effizient entrosten. Der Reinheitsgrad Sa 2,5 nach ISO 8501-1 ist zuverlässig erreichbar — der Industriestandard für Beschichtungsvorbereitung.
Motorradrahmen und Motorteile aus Stahl
Für Café-Racer-Projekte, Scrambler-Aufbauten und ähnliche Motorrad-Restaurierungen ist 0,2–0,8 mm die Standard-Fraktion. Alu-Motorgehäuse und Alu-Motordeckel separat mit Glasperlen behandeln — nie mit Kupferschlacke.
Traktoren und Landmaschinen (Karosserieteile und Motorhauben)
Dünnere Blechteile an Traktoren und Landmaschinen werden mit 0,2–0,8 mm schonend entlackt und entrostet. Für Rahmen und Achsen dieser Fahrzeuge empfiehlt sich danach ein zweiter Durchgang mit 0,5–1,4 mm.
Sehr schwerer Rost, Zunder, dicke Beschichtungen
Bei dickem Zunder auf Stahl oder mehrlagigen, festsitzenden Beschichtungen reicht 0,2–0,8 mm allein nicht aus. Starten Sie mit 0,5–1,4 mm oder 1,4–2,8 mm und verwenden Sie 0,2–0,8 mm für den Finishdurchgang.
Aluminium und Edelstahl
Die Eisenoxidanteile in der Kupferschlacke setzen sich in Aluminium- und Edelstahloberflächen fest und erzeugen braune Rostflecken, die nicht mehr entfernbar sind. Für Aluminium: Glasperlen. Für Edelstahl: Glasperlen oder eisenfreier Granatsand.
Holz (feine Hölzer, Furnier, Sperrholz)
Für empfindliche Holzarten und dünne Platten ist 0,2–0,8 mm zu aggressiv. Für Holz maximal die Fraktion 0,1–0,4 mm verwenden — und auch dort mit sehr niedrigem Druck und großem Abstand.
Empfohlener Druck:
Empfohlener Abstand: 15–25 cm für Fahrradrahmen; 20–30 cm für Karosserieblech; 10–20 cm für robuste Stahlteile
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Körnung | 0,2–0,8 mm |
| Korngröße | Fein-Mittel |
| Material | Kupfersilikatschlacke (Nebenprodukt der Kupferverhüttung) |
| Kornform | Kantig, scharfkantig |
| Erreichbarer Reinheitsgrad | Sa 2,5 nach ISO 8501-1 |
| Empfohlener Düsen-Innendurchmesser | 5–6 mm |
| Empfohlener Luftverbrauch bei 6 bar | ca. 500–700 l/min |
| Verpackung | 25 kg Sack |
| Preis | 19,99 € inkl. MwSt. |
| Versand | Kostenlos per DHL |
| Fraktion | Körnung | Hauptanwendung |
|---|---|---|
| 0,1–0,4 mm | Sehr fein | Endfinish, Holz, dünnstes Blech |
| 0,2–0,5 mm | Fein | Fahrrad, Karosserie, leichter Rost |
| 0,2–0,8 mm | Fein-Mittel | Allround Stahl, Fahrrad, Karosserie |
| 0,2–1,0 mm | Mittel | Fahrzeuge, Stahlstrukturen |
| 0,2–1,4 mm | Mittel-Grob | Stahl, dickere Schichten |
| 0,5–1,4 mm | Mittel-Grob | Schweißnahtvorbehandlung, Stahlbau |
| 0,5–2,0 mm | Grob | Schwere Metallarbeiten, Beton |
| 1,4–2,8 mm | Sehr grob | Stahlbau, Schwerindustrie |
Ein 25-kg-Sack Kupferschlacke 0,2–0,8 mm kostet 19,99 € inkl. MwSt. Der Versand erfolgt kostenlos per DHL. Immer auf Lager.
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Wählen Sie die passende Körnung für Ihr Projekt:
Die 0,2–0,8 mm Fraktion enthält gröbere Körner (bis 0,8 mm) und erzeugt dadurch mehr Abtragsleistung. Sie eignet sich für mittleren Rost und festsitzende Altlacke, bei denen 0,2–0,5 mm nicht ausreicht. Für sehr empfindliche Oberflächen (sehr dünnes Blech, erste Schicht) ist 0,2–0,5 mm schonender.
Bei starkem Rost empfiehlt sich ein erster Durchgang mit 0,2–0,8 mm, gefolgt von einem Finishdurchgang mit 0,2–0,5 mm für ein gleichmäßiges Oberflächenprofil. Für extrem stark verrostete Rahmen kann zunächst 0,5–1,4 mm nötig sein.
Für Teilbereiche (einzelne Schweller, Kotflügel, Unterboden) reicht ein 25-kg-Sack. Für eine komplette Fahrzeugkarosserie werden mehrere Säcke benötigt — der genaue Verbrauch hängt stark von Rostgrad und Flächengröße ab.
Als Richtwert aus Forumquellen: für Karosserieblech 3–5 bar, für allgemeinen Stahl 5–6 bar. Stets niedrig beginnen und nur bei Bedarf erhöhen.
Ja — gestrahlter Stahl beginnt innerhalb weniger Stunden mit Flugrost. Grundierung muss am selben Tag aufgetragen werden, idealerweise innerhalb von 1–2 Stunden. Epoxid-Grundierungen bieten den besten Schutz für Restaurierungsarbeiten.
Das breite Kornspektrum von 0,2 bis 0,8 mm vereint feine und mittlere Körner. Die feinen Anteile sorgen für ein gleichmäßiges Oberflächenprofil, die gröberen Anteile liefern den nötigen Abtrag für mittleren Rost. Diese Kombination macht die Fraktion zum Allrounder für Werkstatt und Heimanwendung.
Bei 5–6 bar und einer 6-mm-Düse liegt der typische Verbrauch bei 5–8 kg/m² auf mittelstark verrostetem Stahl. Ein 25-kg-Sack reicht damit für etwa 3–5 m² Strahlfläche. Für eine komplette PKW-Motorhaube (ca. 1,5 m²) kalkulieren Sie mit 8–12 kg.
Für leichte Schweißnahtvorbehandlung bei dünneren Profilen ist die Fraktion geeignet. Für schwere Schweißnahtarbeit an Stahlbau-Profilen empfehlen wir 0,5–1,4 mm — dort brauchen Sie mehr Abtrag und ein gröberes Rauheitsprofil nach DIN EN ISO 12944.
Eine 5–6 mm Borkarbid-Düse ist ideal für Karosseriearbeiten mit 0,2–0,8 mm. Borkarbid hält bei Kupferschlacke 200–1.500 Betriebsstunden. Wolframkarbid ist günstiger, verschleißt aber 2–3 mal schneller. Von Stahl- oder Keramikdüsen raten wir ab — die Standzeit ist bei abrasiven Strahlmitteln zu kurz.
Bremstrommeln aus Gusseisen lassen sich mit 0,2–0,8 mm gut entrosten. Bremsscheiben sollten nicht gestrahlt werden — die Oberfläche muss plangedreht oder geschliffen sein, nicht gestrahlt. Strahlrückstände in den Bremsflächen verschlechtern die Bremswirkung.
Der Unterschied liegt im Grobanteil. Die 0,2–1,0 mm Fraktion enthält zusätzlich Körner zwischen 0,8 und 1,0 mm — das erhöht den Abtrag bei starkem Rost, erzeugt aber ein etwas gröberes Oberflächenprofil. Für reine Lackiervorbereitung auf empfindlichem Blech ist 0,2–0,8 mm die schonendere Wahl.
Ja — Stahlheizkörper lassen sich mit dieser Fraktion effektiv entrosten. Vor dem Strahlen: Heizungsanschlüsse und Ventile abkleben. Im Freien arbeiten — Heizkörper erzeugen beim Strahlen viel Staub und Abpraller. Anschließend mit Heizungslack (hitzebeständig bis 120 °C) grundieren und lackieren.
Strahlen bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit ist nicht empfehlenswert. Feuchtes Strahlmittel verklumpt im Strahltopf und verstopft die Düse. Gestrahlter Stahl bildet bei Feuchtigkeit innerhalb von Minuten Flugrost. Ideale Bedingungen: trockener Tag, Luftfeuchtigkeit unter 60 %, Oberfläche des Werkstücks trocken.
Unbelastetes Strahlmittel (Rost von normalem Stahl) kann über den Bauschutt oder beim kommunalen Wertstoffhof entsorgt werden. Wenn das bearbeitete Material Bleifarbe, Chromatbeschichtungen oder andere Schadstoffe enthielt, gilt das Strahlmittel als kontaminierter Sonderabfall — ein zertifizierter Entsorgungsbetrieb ist erforderlich.
Für Heimanwender genügt ein Druckstrahltopf mit 20–40 Liter Fassungsvermögen. Achten Sie auf ein einstellbares Dosierventil und einen soliden Verschluss. Billige Modelle unter 80 Euro haben oft undichte Ventile und schlechte Dosierung. Investieren Sie in Qualität — das spart auf Dauer Strahlmittel und Nerven.
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